Nach Justizministerkonferenz

Bremen will bundesweite Drug-Checking-Programme

Auf einen einheitlichen Rahmen für Drug-Checking-Progamme konnten sich die Bundesländer auf der Justizministerkonferenz nicht einigen. Bremens Justizsenatorin fordert weitere Anstrengungen.

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Bremen. Bremen werde sich weiter für das Thema einsetzen, kündigte Senatorin Claudia Schilling (SPD) laut einer Mitteilung an. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir alle Möglichkeiten nutzen müssen, um die ehedem großen gesundheitlichen Gefahren von Drogen zu minimieren“, so die Justizministerin.

Viele Drogenkonsumenten wüssten nicht, was die Tütchen und Pillen, die sie von Dealern kaufen, wirklich enthalten. Um weitere Gesundheitsschäden bei den Drogenkonsumenten abzuwenden, könnten die Drogen geprüft werden – im „Drug Checking“. Oft seien es neben dem Reinheitsgrad gerade die Streckmittel oder Beimischungen anderer Drogen, die zu schlimmsten gesundheitlichen bis lebensgefährlichen Folgen führen.

Die rot-grün-rote Koalition in Bremen hat sich in ihrem Koalitionsvertrag vorgenommen, Drug-Checking zu ermöglichen. Die Justizministerkonferenz befasste sich vergangene Woche mit dem Thema. Aber nur die Hälfte der Länder sprach sich für einen einheitlichen Rechtsrahmen des Betriebs von Drug-Checking-Projekten aus. (cben)

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