Kritik an Gesetzesplan

KV Berlin sieht billigere Alternativen zu Gesundheitskiosken

Skeptisch steht die KV Berlin den Gesundheitskiosken gegenüber, die in ganz Deutschland errichtet werden sollen. Die Politik sollte besser funktionierende Strukturen ausbauen.

Veröffentlicht:

Berlin. Keinen Mehrwert für die ambulante Versorgung sieht die KV Berlin in den Plänen von Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach (SPD), bundesweit vor allem in sozial benachteiligten Gebieten Gesundheitskioske zu etablieren. Sinnvoller und kostengünstiger sei es, bereits bestehende und funktionierende Strukturen in der ambulanten Versorgung zu stärken.

Lesen sie auch

Die Einführung einer weiteren Versorgungsebene sei „nicht zielführend“. Das Leistungsspektrum werde bereits von vielen etablierten Modellen abgedeckt, teilte der KV-Vorstand am Montagabend in einer Erklärung mit. So gebe es in Berlin neben den NäPas und ambulanten Pflegediensten auch Kiezschwestern in Praxisnetzen, die von der KV gefördert werden. „Die Kiezschwestern zeigen deutlich, wie gut eine Versorgungsstruktur funktionieren kann, wenn sie von innen heraus entsteht“, heißt es in der Mitteilung.

Lesen sie auch

Die Gesundheitskioske dagegen würden ohne Blick auf bereits vorhandene ambulante Strukturen etabliert werden. Sie könnten zudem den Personalmangel in den Praxen verstärken. Nicht zuletzt sollen die Gesundheitskioske zu 74,5 Prozent von den Krankenkassen finanziert werden. „Vor dem Hintergrund begrenzter finanzieller Töpfe machen wir deutlich, dass das Geld nicht dem ambulanten Bereich entzogen werden darf“, so die KV. (eb)

Mehr zum Thema

Berufspolitik

Berlin: Offene Arzttermine!

Sonderberichte zum Thema
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Krisenkommunikation war Schwachpunkt in der Pandemie

© HL

Herbstsymposium der Paul-Martini-Stiftung

Krisenkommunikation war Schwachpunkt in der Pandemie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung

Corona-Pandemie

Lockdowns: Ein hoher Preis für den Nachwuchs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

Gerlach: „Es gibt keinen allgemeinen Ärztemangel und keine generelle Überalterung“

Lesetipps
Gemälde von Menschen auf einer tropischen Insel, die um eine übergroße Mango tanzen.

© Preyanuch / stock.adobe.com

Kinetose

Mango, Musik, Medikamente – was gegen Reisekrankheit hilft

In Japan dürfen nur Ärzte oder Pflegekräfte unter ärztlicher Aufsicht impfen.

© [M] David Inderlied / dpa / picture alliance / Springer Medizin Verlag

Strenge Regelungen

Blick über den Tellerrand: Japan ist konservativ beim Impfen

Die Ursache der Appendizitis des jungen Mannes war offenbar eine Aktinomykose, ausgelöst durch Actinomyces israelii, ein gram-positives anaerobes Bakterium, das als Kommensale in der Mundhöhle und auch im Gastrointestinaltrakt vorkommt.

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Untypisches Krankheitsbild

Kasuistik: Hinter dieser Appendizitis steckte ein Bakterium