Medizinische Versorgungszentren

KV Westfalen-Lippe ruft nach Gesetz gegen Investoren-MVZ

Die KV Westfalen-Lippe unterstützt den Vorstoß der Bundesländer Bayern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein zur weiteren Regulierung Medizinischer Versorgungszentren.

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Dortmund. Die Politik muss beim Thema investorengetragene Medizinische Versorgungszentren (MVZ) endlich tätig werden, findet die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

„Wir benötigen jetzt zeitnah ein Gesetz, um solche Heuschrecken aus der ambulanten Versorgung herauszuhalten“, forderte der Vorstandsvorsitzende Dr. Dirk Spelmeyer. „Die Rendite darf bei der Patientenversorgung nicht im Vordergrund stehen.“

Die KVWL begrüßt die Initiative der Bundesländer Bayern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein für eine stärkere Regulierung dieser MVZ. Das Thema steht am Freitag auf der Tagesordnung des Bundesrates.

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Licht und Schatten

Die KVWL sieht Licht und Schatten bei den MVZ. Als einen Nachteil sieht sie Versorgungszentren in Trägerschaft von Krankenhäusern, die mit dem Ziel der Bettenbelegung eingerichtet werden und zu einer Einschränkung des Versorgungsangebots führen. Vorteile seien dagegen die vom medizinischen Nachwuchs häufig gewünschten Anstellungsverhältnisse und den Beitrag zur Sicherstellung in einzelnen Regionen.

„Am Ende kommt es also darauf an, wer mit welchem Ziel hinter einem MVZ steht und wie das Ganze organisiert wird“, sagt Spelmeyer. „Aus dem Versorgungsangebot wegzudenken sind sie jedenfalls nicht mehr.“ (iss)

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