Niedersachsen

KV erneuert Forderung nach Inflationsausgleich

Vor dem Beginn der Honorarverhandlungen macht die KV Niedersachsen Druck. Die Verluste durch Inflation, gestiegene Personal- und Energiekosten sowie den Wegfall der Neupatientenregelung addierten sich auf 800 Millionen Euro.

Veröffentlicht:

Hannover. Die KV Niedersachsen (KVN) hat im Vorfeld der Honorarverhandlungen im Sommer erneut einen Inflationsausgleich für ihre Mitglieder gefordert. Denn den niedersächsischen Vertragsärzten drohen nach ihren Schätzungen Verluste von mehreren Hundert Millionen Euro.

„Die KVN steht geschlossen hinter der Forderung ihrer rund 14.700 Ärztinnen und Ärzten sowie Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, einen finanziellen Inflationsausgleich bei den diesjährigen Honorarverhandlungen zu schaffen.“ Anderenfalls könnten viele KV-Mitglieder ihre Praxen nicht länger kostendeckend führen, sagte Dr. Eckart Lummert, Vorsitzender der KV-Vertreterversammlung.

Die Inflationsraten der vergangenen Monate von acht bis zwölf Prozent trieben die Ausgaben der Praxen zum Beispiel für medizinische Verbrauchsgüter in die Höhe. Hinzu kämen gestiegene Personal- und Energiekosten. Die Honorarsteigerung für das laufende Jahr von zwei Prozent reichten nicht aus, um die steigenden Kosten auszugleichen.

Insgesamt könnte sich die Inflation zusammen mit der Kostensteigerung und den Honorarverlusten durch den Wegfall der Neupatientenregelung auf einen Verlust von 800 Millionen Euro für die Niedergelassenen summieren, schätzt die KV. Krankenhäuser dagegen würden mit zusätzlichem Geld am Laufen gehalten, hieß es. (cben)

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