Personalie

Neue Direktorin für Heidelberger Kinder- und Jugendpsychiatrie

Professorin Luise Poustka sieht die Früherkennung und Frühintervention bei Kindern mit Autismus-Störungen als einen ihrer wissenschaftlichen Schwerpunkte.

Veröffentlicht:
Louise Poustka ist neue Ärztliche Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg.

Louise Poustka ist neue Ärztliche Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg.

© privat

Heidelberg. Louise Poustka ist neue Ärztliche Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg. Sie tritt die Nachfolge von Professor Franz Resch an, der die Klinik 29 Jahre lang geleitet hat.

Als zukünftige wissenschaftliche Schwerpunkte der Klinik nennt Poustka unter anderem die Erforschung der Entstehung, die Früherkennung und Frühintervention bei Kindern mit Autismus-Störungen und anderen Neuroentwicklungsstörungen. Um betroffene Kinder und ihre Familien möglichst früh zu unterstützen, will Poustka ein Autismus-Therapiezentrum für Vorschulkinder aufbauen. Außerdem liegt ihr die Gewinnung und Förderung angehender Kinder- und Jugendpsychiater am Herzen. Leider kämen angehende Ärzte im Studium erst sehr spät mit der Kinderpsychiatrie in Kontakt, das sollte sich ändern, so Poustka. „Ich möchte den Studierenden möglichst schon im ersten oder zweiten Semester für das Fach begeistern, zum Beispiel mit kreativen Lehrformaten, in denen psychopathologische Phänomene an Hand von bekannten Filmen erarbeitet werden“, sagt die gebürtige Wienerin.

Poustka hat Schauspiel und Regie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst an der Universität Wien sowie Medizin in Heidelberg studiert. Ihre Facharztausbildung hat sie in Heidelberg sowie an der Universität Cambridge absolviert. Danach war sie in leitenden Funktionen am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim tätig, wo sie sich habilitierte. Vor acht Jahren hat sie den Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Uni Wien übernommen. 2017 wechselte Poustka nach Göttingen, wo sie seither die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie leitete. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
7-Jahres-Daten belegen günstiges Nutzen-Risiko-Profil von Ofatumumab

© Vink Fan / stock.adobe.com

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

7-Jahres-Daten belegen günstiges Nutzen-Risiko-Profil von Ofatumumab

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kardiovaskuläres Risiko

Wann die Lipoprotein(a)-Messung wirklich sinnvoll ist

Krebsprävention

HPV und seine Folgen: Mit diesen Antworten beruhigen Sie Patienten

Lesetipps
Drei Inhalationssysteme nebeneinander: Soft-Mist-Inhalator, Pulverinhalator und Dosieraerosol.

© zhennyzhenny / stock.adobe.com

Klimabewusste Inhalationstherapie

COPD: LAMA-LABA-Inhalatoren im Vergleich