Direkt zum Inhaltsbereich

Mecklenburg-Vorpommern

Neue Koalition: Alle Klinikstandorte im Nordosten sollen erhalten bleiben

Die Pläne der neuen Koalition in Mecklenburg-Vorpommern zur Gesundheitspolitik stehen fest. Bei Kliniken will die Regierung den Status quo bewahren.

Veröffentlicht:
In den Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und der Linken für eine Regierungsbildung in Mecklenburg-Vorpommern sind die ersten Pflöcke im Themengebiet Gesundheitspolitik eingeschlagen. Im Bild Manuela Schwesig (SPD), die alte und voraussichtlich auch neue Ministerpräsidentin.

In den Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und der Linken für eine Regierungsbildung in Mecklenburg-Vorpommern sind die ersten Pflöcke im Themengebiet Gesundheitspolitik eingeschlagen. Im Bild Manuela Schwesig (SPD), die alte und voraussichtlich auch neue Ministerpräsidentin.

© Jens Büttner / dpa-Zentralbild / picture alliance

Schwerin. Die Koalitionsverhandlungen zwischen der SPD und Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern sind auf der Zielgeraden. Vor Bekanntgabe des Koalitionsvertrags am 8. November nannten die beiden Parteien Grundzüge, auf die sie sich im Bereich Gesundheit und Soziales verständigt haben.

Fest steht für beide Parteien, dass alle Klinikstandorte im Land erhalten bleiben sollen. Wie das gelingen soll und ob die vor der Wahl thematisierte Rekommunalisierung privater Kliniken auch ein Instrument sein könnte, bleibt zunächst offen.

Unstrittig ist für beide, dass der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) gestärkt werden soll und akut die Bekämpfung der Pandemie wieder in den Vordergrund rückt. „Wir machen uns Sorgen, besonders über die Belastungen für die Kliniken“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die erneut „impfen, impfen, impfen“ empfahl.

Aussagen bleiben noch vage

Für die Geburtshilfe streben die neuen Regierungspartner ein landesweites Konzept an, das auf Grundlage der Empfehlungen der in der abgelaufenen Legislaturperiode eingesetzten Enquête-Kommission erstellt werden soll. Konkreter wurden Schwesig und die voraussichtlich neue stellvertretende Ministerpräsidentin Simone Oldenburg (Die Linke) nach der achten und letzten Runde der Verhandlungen zu diesem Punkt noch nicht.

Auch die Aussagen für die Pflege blieben vage. Die Pflege soll insgesamt gestärkt und besser bezahlt werden, zugleich will man die Eigenanteile begrenzen. Geeinigt haben sich die künftigen Partner auf ein landesweites Bündnis gegen Einsamkeit.

Schwesig erinnerte in diesem Zusammenhang an das Engagement Großbritanniens, das sogar ein Ministerium hierzu geschaffen hat. So weit wird es in Mecklenburg-Vorpommern voraussichtlich nicht kommen, aber „alle maßgeblichen Akteure“ will man zu diesem Thema an einen Tisch holen.

Wandert Gesundheit ins Sozialministerium?

Die Fragen nach der Ressortaufteilung und der personellen Besetzung sollen in der kommenden Woche geklärt werden. Wer Nachfolger des bisherigen Gesundheitsministers Harry Glawe (CDU) wird, ist noch offen. Beobachter erwarten, dass Gesundheit nicht länger im Wirtschafts- sondern künftig im Sozialministerium angesiedelt sein wird. Nicht sicher ist, ob Stefanie Drese (SPD) in diesem Ressort Ministerin bleibt.

Die künftige Oppositionspartei CDU bemängelte an den vorgestellten Plänen unter anderem, dass es kein Konzept zur Lösung des Fachkräftemangels gebe. Fraktionschef Franz-Robert Liskow zeigte sich aber auch erleichtert, dass eine befürchtete Entprivatisierung offenbar ausbleibt: „Von diesen linken Schocktherapien für unser Gesundheitssystem scheint lediglich eine homöopathische Dosierung übriggeblieben.“ (di)

Mehr zum Thema

Techniker Krankenkasse unterstützt Projekt

Hausbesuche neu gedacht: Auch Laien können als DIHVA die Praxen entlasten

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

© metamorworks / Getty Images / iStock

Krebsmedizin auf neuen Wegen

Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update 2026

S3-Leitlinie Lungenkrebs: Das sind die wichtigsten Änderungen

Lesetipps
Ein Dermatologe mit blauen Handschuhen untersucht im Rahmen einer Hautkrebsvorsorgeuntersuchung die durch einen Kreis als auffällig markierten Muttermale auf dem Rücken eines Mannes.

© kinomaster / stock.adobe.com

Frage an die Ethiker

Darf der Intimbereich beim Hautkrebs-Screening ausgelassen werden?

Ein junger Mann liegt im Herz-CT und bekommt gleichzeitig ein EGK geschrieben.

© Svitlana / stock.adobe.com

Plaques bewerten

Screening mittels Koronar-CT: Was das bringen könnte