Corona-Krise

Sachsen sucht helfende Hände für Kliniken

Personal in den Krankenhäusern benötigt dringend Unterstützung und Entlastung auf allen Bereichen. Ein Internetportal soll jetzt helfen.

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Dresden. In Sachsen ist jetzt eine Internetseite erstellt worden, bei der sich Helfer für die Arbeit in Krankenhäusern des Freistaats während der Corona-Pandemie anmelden können.

„Das Personal in den Krankenhäusern benötigt dringend Unterstützung und Entlastung“, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstag in Dresden. Erik Bodendieck, Präsident der Landesärztekammer, fügte an, Sachsen erlebe gerade eine schwere Zeit. „Deshalb kommt es jetzt darauf an zu helfen, wo immer eine helfende Hand gebraucht wird.“

Professor Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums und Krankenhaus-Koordinator, berichtete, dass aufgrund des Personalmangels die Intensivstationen mit Personal aus anderen Bereichen verstärkt worden seien.

„Um die entstandenen Lücken auszugleichen und die Patientenversorgung zu gewährleisten, bitten wir um freiwillige Unterstützer und Helfer aus der Bevölkerung.“ Dr. Stephan Helm, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen, ergänzte, „unsere Bitte um Unterstützung zeigt, wie ernst und bedrohlich die Lage ist“.

Ärzte, Schwestern, Pfleger, Studenten – jeder wird gebraucht

Der Aufruf um Unterstützung richtet sich vor allem an Krankenschwestern und Pfleger, zu denen auch solche im Ruhestand gehören sowie Krankenpflegehelfer. Ärztinnen und Ärzte, die sich ebenfalls schon im Ruhestand befinden können, sind ebenso angesprochen wie Medizinstudierende.

Gesucht werden darüber hinaus Helferinnen für Serviceleistungen in der Krankenpflege und freiwillige Unterstützer für nichtpflegerische Tätigkeiten, Transportdienstleistungen und Administration. (sve)

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