Personalie

Sandra Steffens von der MHH erhält Ars Legendi-Fakultätenpreis Medizin 2023

Sandra Steffens konnte mit ihrem Engagement zur Digitalisierung des Medizinstudiums, der Implementierung einer Antidiskriminierungsplattform sowie einem Förderprojekt zur Studierendengesundheit, die Jury überzeugen.

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Sandra Steffens, Leiterin der Curriculumsentwicklung und Fakultätsbeauftragte für den Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin sowie Oberärztin in der Klinik für Rheumatologie und Immunologie an der MHH erhält Ars Legendi-Fakultätenpreis.

Sandra Steffens, Leiterin der Curriculumsentwicklung und Fakultätsbeauftragte für den Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin sowie Oberärztin in der Klinik für Rheumatologie und Immunologie an der MHH erhält Ars Legendi-Fakultätenpreis.

© Sandra Steffens

Berlin. Der vom Stifterverband und Medizinischen Fakultätentag (MFT) vergebene Preis für exzellente Lehre in der Hochschulmedizin geht in diesem Jahr an Sandra Steffens von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Überzeugen konnte die Preisträgerin die Jury durch ihr enormes Engagement für Themen von hoher gesellschaftlicher Relevanz und für die Belange der Studierenden, heißt es in einer Mitteilung des Stifterverbandes. Die Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert.

Sandra Steffens, Leiterin der Curriculumsentwicklung und Fakultätsbeauftragte für den Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) sowie Oberärztin in der Klinik für Rheumatologie und Immunologie an der MHH, stellt die Studierenden in den Mittelpunkt. Hierbei widmet sie sich insbesondere Fragestellungen, die eine große Aktualität aufweisen.

So hat Steffens etwa durch die Entwicklung einer modernen Applikation für den Unterricht am Krankenbett (UAPP) einen Beitrag zur weiteren Digitalisierung des Medizinstudiums geleistet. Mit Hilfe der UAPP können Studierende im Klinikalltag, der oft von Unwägbarkeiten gekennzeichnet ist, zeitlich flexibel Untersuchungs- und Behandlungssituationen an Patientinnen und Patienten „buchen“, heißt es in der Mitteilung.

Herausragende und authentische Lehrpersönlichkeit

Darüber hinaus habe sich Steffens um die Stärkung der Themen Diversity, Gender und Inklusion im medizinischen Curriculum verdient gemacht. Durch die Implementierung einer Antidiskriminierungsplattform hat sie das Bewusstsein für Ungerechtigkeiten und Ausgrenzungen an ihrem Standort geschaffen.

Für das Wohlergehen ihrer Studierenden habe sie zudem ein Förderprojekt zur Studierendengesundheit initiiert sowie im Projekt „Student Counsellors“ Studierende in der Bewältigung von Stress, persönlichen Schwierigkeiten oder Studienproblemen unterstützt, so der Stifterverband.

„Die Jury“, so Professor Martina Kadmon, Vize-Präsidentin des MFT und Jury-Vorsitzende, „sieht in Sandra Steffens eine herausragende und authentische Lehrpersönlichkeit, die mit größter Eigeninitiative, nicht nur Fragestellungen ihres eigenen Fachbereichs, sondern in ihren Projekten allgemeine soziale und gesellschaftliche Fragestellungen adressiert.“

Steffens zeigt, wie moderne Lehre aussehen kann

„Mit Sandra Steffens zeichnen wir eine exzellente Lehrpersönlichkeit im Bereich Medizin aus, die durch ihr Wirken zeigt, wie moderne Lehre aussehen kann“, sagt Volker Meyer-Guckel, Generalsekretär des Stifterverbandes.

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Lehre in der Hochschulmedizin soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als ein zentrales Exzellenzkriterium für Medizinische Fakultäten und Fachbereiche etabliert und als strategisches Ziel des Qualitätsmanagements profiliert werden. (eb)

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