Gesellschaft

45 Millionen Kinder in Afrika gehen nicht zur Schule

KÖLN (eb). Das T-Mobile-Team ruft zur Unterstützung des UNICEF-Projekts "Schulen für Afrika" auf. Zum Auftakt in die Radsport-Saison 2006 hat Teamkapitän Jan Ullrich angekündigt, daß er und seine Mannschaftskameraden langfristig für "Schulen für Afrika" werben, Aktionen initiieren und Spenden sammeln werden.

Veröffentlicht: 17.01.2006, 08:00 Uhr

Bei ihrem Trainingslager in Südafrika im vergangenen Dezember hatten sich Ullrich sowie Matthias Kessler und Patrik Sinkewitz selbst über die schwierige Situation der Kinder informiert.

Nirgendwo auf der Welt seien Kinder so stark bei der Bildung benachteiligt wie in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara, so UNICEF. Nach neue Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks gehen dort etwa 45 Millionen Kinder nicht zur Schule. UNICEF und die Nelson Mandela Stiftung haben deshalb das Projekt "Schulen für Afrika" gegründet, um den ärmsten und am stärksten benachteiligten Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.

"Kein Kind soll im Abseits stehen. Das gilt im Sport wie im Alltag in jeder Gesellschaft. Wir sind glücklich, daß wir helfen können, Mädchen und Jungen in Afrika in die Schule zu bringen", erklärte Jan Ullrich bei der Vorstellung der Kooperation von T-Mobile und UNICEF. "Jedes Kind in Afrika und anderswo muß die Möglichkeit bekommen, zur Schule zu gehen. Wenn wir die Kinder stark machen, ebnen wir den Weg für eine bessere Zukunft für alle", sagte die neue UNICEF-Vorsitzende Heide Simonis.

Das Projekt sei auf mehrere Jahre angelegt, so die Hilfsorganisation. In den sechs Ländern Angola, Malawi, Mosambik, Ruanda, Simbabwe und Südafrika werden einfache Schulen in ländlichen Gebieten neu gebaut oder instandgesetzt.

Die Kinder erhalten Hefte, Stifte und Schulmaterial. Lehrer werden aus- und weitergebildet sowie Personal für die Organisation des Schulbetriebs geschult. Voraussetzung dafür ist, daß die Dörfer und Gemeinden selbst mithelfen und Verantwortung für ihre Schulen übernehmen.

Seit dem Start des Projekts wurden eindrucksvolle Erfolge erzielt: In Angola etwa hat UNICEF im vergangenen Jahr 97 Schulen neu gebaut oder reparier. 8200 Lehrer nahmen an einer Fortbildung teil - viele von ihnen hatten vorher ohne jede formale Qualifikation unterrichtet.

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