Alternde Gesellschaft

Akustikerverband: Zahl der Menschen mit Hörgerät wird deutlich steigen

Laut Bundesinnung der Hörakustiker werden in fünf Jahren rund zwei Millionen Menschen in Deutschland ein Hörgerät benötigen. Das Stigma, eine Hörhilfe zu tragen, nehme immer mehr ab.

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Nürnberg. In Deutschland dürften nach Verbandsschätzungen künftig deutlich mehr Menschen auf ein Hörgerät angewiesen sein als bislang. Der Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha), Eberhard Schmidt, sagte der Deutschen Presse-Agentur, „bis in fünf Jahren dürfte die Zahl der Menschen in Deutschland, die ein Hörgerät benötigen, auf bis zu zwei Millionen steigen“. Derzeit sei dies bei 1,7 Millionen Menschen der Fall. Hauptgrund für den erwarteten Anstieg ist demnach die alternde Gesellschaft.

Zugleich beobachtet der Hörakustik-Meister aus Regensburg, dass das Stigma, ein Hörgerät zu tragen, abnimmt. Es sei aber weiterhin so, dass die meisten Menschen ihr Hörgerät deutlicher später bekämen, als es notwendig wäre, sagte Schmidt. Künftig dürften viele Menschen bereits früher auf ein Hörgerät setzen, ist er überzeugt.

D er Umsatz der Hörakustik-Branche betrug 2022 laut Schätzung der Bundesinnung rund 1,6 Milliarden Euro. Der Großteil der Umsätze besteht aus Leistungen der Krankenkassen. (dpa)

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