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INTERVIEW

Auch Homöopathika kommen im Fußball zum Einsatz

Wenn sich Fußballspieler verletzen, ist die Komplementärmedizin eine Alternative zur Schulmedizin. Der Sportmediziner Professor Peter Billigmann aus Polch verrät im Gespräch mit Philipp Grätzel von Grätz von der "Ärzte Zeitung", warum er bei Fußballern auch Homöopathie einsetzt und warum das in puncto Doping Vorteile hat.

Veröffentlicht:

Ärzte Zeitung: Welche homöopathischen Therapien setzen Sie bei Sportlern ein?

Billigmann: Wir geben häufig Traumeel®-Injektionen nach muskulären Verletzungen intraläsional, kombiniert mit einem Lokalanästhetikum mehrere Tage hintereinander. Gerne setzen wir auch präventiv Komplexhomöopathika wie Traumeel® oder Zeel® oral in hoher Dosierung ein, zum Beispiel vor hohen Trainings- oder Wettkampfbelastungen.

Ärzte Zeitung: Welche Indikationen sehen Sie noch für Homöopathie bei Sportverletzten?

Billigmann: Außer bei Muskelverletzungen injizieren wir Homöopathika auch lokal bei Sehnenreizzuständen, zum Beispiel im Bereich der Knie- und Sprunggelenke. Zu nennen wäre vor allem das Patellaspitzensyndrom oder die Achillodynie.

Ärzte Zeitung: Wie sind die Behandlungsergebnisse?

Billigmann: Das ist unterschiedlich. Im akuten Fall dauert eine Therapie mit Komplex-Homöopathika häufig länger als eine schulmedizinische Behandlung. Ein Beispiel: Bei einer Epicondylitis radialis benötige ich von vornherein mehrere Injektionen eines Komplex-Homöopathikums.

Nehme ich Kortisoninjektionen, dann reicht meist schon eine einzige. Bei chronischen Beschwerden sind die Homöopathika aber eine sehr gute Alternative, gerade mit Blick auf die fehlenden Nebenwirkungen. Generell gilt, daß eine Kombination mit schulmedizinischen Therapien selbstverständlich möglich und sinnvoll ist.

Ärzte Zeitung: Wie ist die Resonanz bei den Sportlern?

Billigmann: Prinzipiell sehr gut. Ich kann natürlich keine Namen nennen, aber es gibt eine ganze Reihe von Spielern, die mich regelmäßig danach fragen. Ein Vorteil der Komplex-Homöopathika ist, daß sie nicht auf der Dopingliste stehen. Kortisonpräparate zum Beispiel dürfen nur nach vorheriger Genehmigung durch die Nationale Anti-Doping-Agentur im Ausnahmefall angewandt werden. Ein schnelles, therapeutisches Vorgehen wird dadurch erschwert. Auch deswegen ist der Einsatz von Komplex-Homöopathika für uns Sportmediziner und für die Spieler sehr interessant geworden.

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