Im frühen Jura

Der Ozean stank nach faulen Eiern

Wissenschaftler der Frankfurter Goethe-Universität präsentieren spannende Forschungsergebnisse.

Veröffentlicht: 14.08.2012, 17:22 Uhr

FRANKFURT/MAIN (dpa). Vor 200 Millionen Jahren könnte der Atlantik recht unangenehm gerochen haben. Wissenschaftler der Frankfurter Goethe-Universität haben in Sedimentproben grüne Schwefelbakterien nachgewiesen.

"Der Ozean muss im frühen Jura nach faulen Eiern gestunken haben", erklärte Bas van de Schootbrugge vom Institut für Geowissenschaften. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Online-Ausgabe von "Nature Geoscience" publiziert.

Ursache war ein Massensterben von Tieren und Pflanzen, ausgelöst von massiven Vulkanausbrüchen. Damals brach der Urkontinent auseinander und der Atlantische Ozean entstand.

Die Vulkane setzten riesige Mengen Schwefeldioxid und Kohlendioxid frei. Diese verursachten eine Reihe von Umweltstörungen, unter anderem globale Erwärmung, Waldsterben an Land und Sauerstoffmangel im Ozean.

"Die molekularen Überreste der grünen Schwefelbakterien, die wir jetzt in schwarzem Schiefer bei Bohrungen in Norddeutschland und Luxemburg gefunden haben, vermitteln ein düsteres Bild der Küstengewässer unmittelbar nach dem Massensterben", so der Experte.

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Kommentare
Dr. Horst Grünwoldt

Evolution

Da sieht man mal, wie wunderbar sich unsere Mutter Erde als blau-grüner Planet und die dazugehörende Athmosphäre seit 200 Millionen Jahren entwickelt hat.
Die Klima-Unken, Krisenmanager und Katastrophen-Bekämpfer mögen endlich begreifen, daß es ein "Welt-Klima" sowenig wie den "Welt-Hunger" gibt, sondern lediglich regionale Unterschiede und Disproportionen.
Dazu gehört natürlich auch der regelmäßige Wechsel der Jahreszeiten mit dem "climate change" auf Nord- und Südhalbkugel zwischen Warm- und Kaltzeit (Sommer und Winter).
Schon alleine deshalb brauchen meine Seuchenexperten überhaupt nicht das ständige "Einwandern" von neuen Krankheitserregern aus tropischen Regionen befürchten, weil diese absehbar und dauerhaft gar nicht endemisch/enzootisch werden können.
Solange wir die Erde grün halten, giert die Vegetation an Land und im Meer regelrecht danach, das bescheidene Co2-Angebot der Luft zu "fressen" und Kohlenhydrate aufzubauen. Und die Sauerstoff-Bilanz durch die Pflanzen-Atmung verbessert sich damit auch noch!
Wenn uns weiterhin und auf unabsehbare Zeit die Sonne scheint, und ihre Wärmestrahlung über dem Meer durch Verdunstung und Niederschlag den globalen Wasserkreislauf in Gang hält, ist mir klimatologisch um unseren vielseitigen Lebensraum nicht bange.
Daß es -wie seit Abermillionen Jahren- regionale Klimaverschiebungen gibt, ist nach m.E. noch kein Grund, seine Rettung auszurufen. Menschen, Tiere und Pflanzen haben sich dem schon immer "evolutionär" angepaßt!
Dennoch hat der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen Wasser und Energie eminente Bedeutung bei einer unaufhörlich wachsenden Welt-Bevölkerung.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock


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