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Die Duftmarke: Siesta

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Als hätte sie es geahnt, hat die Rockgruppe America das aktuelle Kernproblem Deutschlands schon vor Jahrzehnten in ihrem berühmten Song „Horse with no name“ auf den Punkt gebracht. Die Botschaft stammt aus dem Jahr 1971: „The heat is hot!“. Das war wohl eine Erkenntnis, die in dieser Klarheit vorher noch nie artikuliert worden war. Aber was macht man, wenn die Hitze heiß ist?

Wir erlauben uns, einen österreichischen Sänger mit dem etwas merkwürdigen Namen Johnny Schlager zu zitieren, der in einem Ballermann-Song die Lösung anpreist: „Siesta auf Balkonia!“ Zugegeben: Der Balkon kann durchaus ein geeigneter Ort für eine Siesta sein, aber die aktuelle politische Diskussion in Deutschland ist umfassender: Soll die Mittagssiesta wegen der Bullenhitze tatsächlich kommen, in Kliniken, Pflegeheimen, Ämtern, Fabriken – womöglich sogar flächendeckend?

Zur Erinnerung: „Flächendeckend“ ist ein Begriff, der in der Wertewelt des Gesundheitswesens eine große Bedeutung hat. Flächendeckend soll eigentlich alles sein: zum Beispiel eine gute Versorgung, die Intensivmedizin oder auch die qualifizierte Betreuung von Patienten mit Flatulenz. Und jetzt auch noch die Siesta? Dieses schwierige Problem muss mit großem Ernst diskutiert werden.

Das war in den vergangenen Wochen nicht immer der Fall. Wir erteilen deshalb missglückten Witzen wie diesem eine klare Absage: „Was ist rot und schwimmt im Meer? Der weiße Hai! Er hat sich bei einer Siesta einen flächendeckenden Sonnenbrand zugezogen.“

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