Taj Mahal

Filigran, harmonisch, einzigartig

Dieses Reiseziel ist ein Muss für jeden Indien-Touristen: Das Taj Mahal, ein einzigartiges Mausoleum, das 1983 in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Von Ursula Armstrong Veröffentlicht: 15.09.2012, 04:12 Uhr
Filigran, harmonisch, einzigartig

Taj Mahal - ein Denkmal der Liebe.

© imago

AGRA. Es ist wirklich überwältigend, vor dem Taj Mahal zu stehen. Gleißend weiß strahlt der Marmor in der indischen Sonne. Gleichzeitig spiegelt sich das filigrane, perfekt harmonische Gebäude im langen Wasserbecken davor - man sieht also gleich zwei Taj Mahals.

Vier schlanke weiße Minarette umgeben das Mausoleum. Sie lehnen sich leicht vom Hauptgebäude weg, ganz bewusst, denn sie sollen bei einem Erdbeben nicht auf das Taj Mahal stürzen.

Geht man nahe heran an das zauberhafte weiße Gebäude, staunt man über die vielen liebevollen Details wie Blumenranken aus Halbedelsteinen, die in den Marmor eingefügt sind.

Das Taj Mahal in Agra ist ein wirkliches Wunder, dessen Ausstrahlung sich wohl niemand entziehen kann. Man ist einfach berührt von seiner Schönheit.

Viele Inder verehren diesen Ort und kommen nur in ihren farbenfrohen Sonntagskleidern hierher. Muslime nützen das Taj Mahal auch als Gebetsstätte.

Das Taj Mahal ist bekanntlich ein Denkmal der Liebe. Shah Jahan, zwischen 1627 und 1658 Großmogul von Indien, ließ es zum Andenken an seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal erbauen, die 1631 bei der Geburt ihres 14. Kindes starb.

Zwölf Jahre soll an dem Mausoleum gebaut worden sein. 20 000 Handwerker aus vielen Teilen Süd- und Zentralasiens sollen an der Errichtung dieses Kleinods der indo-islamischen Baukunst beteiligt gewesen sein.

Beste Besuchszeit: 6 Uhr morgens

Nicht lange nach der Fertigstellung wurde Shah Jahan von seinem eigenen Sohn vom Thron gestürzt und bis zu seinem Tod im Agra Fort gefangen gesetzt.

Der Legende nach soll er sich Räume für seine Inhaftierung ausgebeten haben, von denen aus er die letzte Ruhestätte seiner geliebten Frau sehen konnte. Nach seinem Tod im Jahr 1666 wurde er schließlich neben ihr im Taj Mahal beigesetzt.

Dieses einzigartige Mausoleum wurde 1983 in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen. Besonders im Licht des Nachmittags, aber auch beim Sonnenuntergang bietet das Bauwerk faszinierende Aussichten, die auch bei näherer Inspektion anhält, wenn man staunend vor den außergewöhnlich schönen und kunstvollen Marmor-Einlegearbeiten steht.

Inzwischen musste das Taj Mahal über einige Jahrzehnte hinweg restauriert werden. Denn durch die Luftverschmutzung verfärbt sich der edle weiße Marmor gelb. Deshalb dürfen seit 1994 nur noch Elektroautos und -busse in die Nähe des Geländes fahren.

Auch Vandalismus und Bombendrohungen hat es gegeben. Daraufhin sind seit einigen Jahren die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. Dazu braucht man Geduld.

Die Taschen werden durchsucht. Große Taschen und Rucksäcke sind gar nicht erst nicht erlaubt, die lässt man am besten gleich im Hotel. Flüssigkeiten, außer Trinkwasser, Fotostative und Essen dürfen nicht auf das Gelände mitgenommen werden.

Die Schalter öffnen bereits um 6 Uhr morgens. Das sollte man ausnützen. Um diese Zeit ist der Andrang noch gering.

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