Google, iPod und Chai Latte - der Yindie ist Nachfolger des Yuppies

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Der Yuppie hat Nachwuchs bekommen: Der Yindie ist da. Ziemlich genau 25 Jahre, nachdem in Großbritannien und den USA die ersten Young Urban Professionals ausgemacht wurden, haben die allgegenwärtigen Zeitgeist-Experten deren Nachfolger entdeckt.

Ebenfalls jung, berufstätig und Großstädter. Aber im Unterschied zu den Vorgängern aus den 80er Jahren darauf bedacht, nicht so viel Wert auf Konsum zu legen, etwas Besonderes zu sein und unabhängig zu bleiben. Eine Mischung aus Yuppie und Independent also - ein Yindie.

Die Vertreter der neuen Generation gibt es am längsten in Metropolen wie London oder New York. Zwischen 20 und 35 Jahre alt, besonders häufig im Coffee-Shop anzutreffen, vor sich einen Caffe Latte (oder neuerdings die Tee-Variante Chai Latte) sowie einen Computer mit drahtlosem Internet-Zugang.

Als prominentestes Yindie-Paar gelten die US-Schauspielerin Gwyneth Paltrow und der Sänger der britischen Band Coldplay, Chris Martin, die zusammen in London leben.

Wichtigstes Statussymbol für die neue Sozio-Gruppe ist ein tragbarer MP3-Player, der iPod mit seinen weißen Ohrstöpseln. Auch der Yindie trägt Jeans - allerdings nicht jede Marke. Der Wunsch, sich zu unterscheiden, sorgt dafür, daß die großen Hersteller tabu sind.

Gefragt sind Marken wie "Urban Outfitters", deren Namen nicht alle kennen. "Der Yindie definiert sich nicht nur über das, was er besitzt. Sondern mindestens genau so sehr über das, was er auf keinen Fall haben will", sagen Trend-Experten wie der Journalist Ed Caesar von der Londoner Tageszeitung "Independent".

Zu den Erkennungsmerkmalen, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind, gehört die Dauernutzung der Internet-Suchmaschine Google. Dabei sucht der Yindie, so spottet der "Independent", mindestens fünfmal täglich nach Treffern für den eigenen Namen. Das ständige Streben nach Individualität kann nach Meinung der Experten allerdings auch zum Gegenteil führen. "Wer stets bemüht ist, den Herdentrieb zu vermeiden, wird auf eine eigene Weise selbst zum Mainstream - fad und farblos", warnt Caesar.

Wo der Yindie in den vergangenen Monaten zum ersten Mal auftauchte, weiß keiner so genau. Beim Vorgänger ist das bis heute auch nicht genau zu klären - entweder im 80er-Jahre-England der damaligen Premierministerin Margaret Thatcher oder zur gleichen Zeit in den USA. (dpa)

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