Halloween ist für Kinder ein positives Erlebnis

KIEL (dpa). Viele Eltern sehen den Hang ihrer Kinder zu martialischen Verkleidungen an Halloween mit Sorge. Nach Ansicht des Bildungsforschers Heinz Reinders ist das Fest für Kinder aber ein positives Erlebnis. "Die Kinder schlüpfen in eine Rolle, in der sie einmal die Bösen sein dürfen - ohne Sanktionen."

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Gerade für jüngere Kinder sei das wichtig, erläutert der Forscher der Uni Würzburg. Das Fröhlich-Schaurige ziehe Kinder einfach an. Sie seien zudem nicht Opfer oder irgendeinem Horrorszenario ausgeliefert, sondern Teil davon. Verkleidet als Hexen, Skelette oder Vampire lernten sie zwischen der bösen Maskerade und dem "Ich" dahinter zu unterscheiden. "Sie können sich dadurch auch mit eigenen Ängsten auseinandersetzen", so Reinders.

Die Ursprünge des Halloween-Brauchs liegen wahrscheinlich 2500 Jahre zurück in der Eisenzeit. Die Kelten in Mitteleuropa feierten damals am Abend des elften Vollmonds eines Jahres ihren Jahreswechsel mit dem Fest des "Samhain". Das ist das gälische Wort für November. Sie glaubten, dass an diesem Abend die "Grenze zwischen den Welten" offen sei und die Toten auf die Erde zurückkamen, um ihre Verwandten zu besuchen.

Mit Lichtern wiesen sie den Geistern der Verstorbenen den Weg. Die Iren wandelten später den Brauch ab. Sie hatten Angst vor den Toten und verkleideten sich mit grausigen Masken, um die Geister abzuschrecken. Irische Auswanderer brachten dann das Fest im 19. Jahrhundert in die USA und Kanada.

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