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Statistisches Bundesamt

Jeder zehnte Deutsche hat eine schwere Behinderung

Die meisten schweren Behinderungen entstehen durch Krankheit. Welche Altersgruppen besonders betroffen sind, zeigt eine Erhebung des Statistischen Bundesamts.

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Frau im Rollstuhl

91 Prozent aller Behinderungen wurden durch eine Behinderung verursacht.

© Aintschie / stock.adobe.com

Wiesbaden. In Deutschland leben rund 7,8 Millionen Menschen mit einer schweren Behinderung. 9,4 Prozent der Bevölkerung waren Ende 2025 schwerbehindert, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. 49,9 Prozent von ihnen waren Männer, 50,1 Prozent Frauen.

Ein Vergleich zu Vorjahren sei nur eingeschränkt möglich, da in Hessen und Sachsen die Daten der Verwaltung nach unten korrigiert worden seien, erklärte das Bundesamt.

Die letzte Zählung erfolgte zum Jahresende 2023, damals waren knapp 7,9 Millionen Menschen in Deutschland schwerbehindert - rund 27.000 mehr als zum Jahresende 2025 (siehe nachfolgende Grafik).

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21 Prozent leben mit höchstem Grad der Behinderung

Als schwerbehindert gelten Personen, denen ein Behinderungsgrad von mindestens 50 zuerkannt wurde - dokumentiert ist dies in einem entsprechenden Ausweis. Ende 2025 wiesen mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Schwerbehinderten einen Behinderungsgrad von 50 auf, bei etwas mehr als einem Fünftel (21 Prozent) war der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden.

Mit gut 91 Prozent wurde ein Großteil der schweren Behinderungen durch eine Krankheit verursacht. Drei Prozent der Behinderungen waren angeboren oder traten im ersten Lebensjahr auf, gut ein Prozent der Behinderungen waren auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen. Hinzu kamen weitere Ursachen.

Gut ein Drittel in höchster Altersgruppe

34 Prozent der schwerbehinderten Menschen waren Ende 2025 mindestens 75 Jahre alt. Etwas weniger als die Hälfte (45 Prozent) gehörte der Altersgruppe von 55 bis 74 Jahren an, 3 Prozent waren Kinder und Jugendliche (siehe nachfolgende Tabelle).

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Bei 57 Prozent waren körperliche Ursachen ausschlaggebend, häufig waren Organe betroffen, andere litten unter Funktionsstörungen der Arme, Beine, der Wirbelsäule oder des Seh- oder Hörvermögens. Geistige oder seelische Behinderungen lagen bei 16 Prozent der schwerbehinderten Menschen vor. Die weiteren Betroffenen litten unter Störungen der Gehirnfunktion, oder es lagen keine Angaben zur Art der Behinderung vor. (dpa)

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