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KZ-Arzt Aribert Heim offenbar bereits 1992 gestorben

FRANKFURT/MAIN (Smi). Der KZ-Arzt Dr. Aribert Heim galt jahrzehntelang als der meistgesuchte Nazi-Verbrecher der Welt. Jetzt berichtet das ZDF, Heim sei bereits 1992 an Krebs gestorben.

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Auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamtes stand Heim bis jetzt ganz oben. Als Arzt im Konzentrationslager Mauthausen hat er gemeinsam mit einem Lagerapotheker Hunderte von Juden durch intrakardiale Phenolinjektionen ermordet sowie Patienten aus Langeweile und Sadismus Organe entnommen. Nach dem Krieg wurde der Arzt interniert, durfte aber ab 1947 wieder praktizieren, da er nur als Mitläufer galt. Erst 1961 stellten die Justizbehörden in Wien, 1962 auch das Landgericht Baden-Baden einen Haftbefehl aus, woraufhin Heim untertauchte.

Seither wurde weltweit nach dem ehemaligen KZ-Arzt gefahndet. Mal wurde er in Madrid, mal in Südamerika vermutet. Erst im Juli vergangenen Jahres teilte der Leiter des Wiesenthal-Zentrums, Efraim Zuroff, mit, dass Heim von Augenzeugen in Chile oder Argentinien erkannt worden sei.

Jetzt berichten das ZDF und die "New York Times" übereinstimmend, Heim habe unter dem Namen Tarek Farid Hussein in Kairo gelebt und sei dort 1992 an Krebs gestorben. Im "Heute Journal" bestätigte Heims Sohn Rüdiger, dass sein Vater in Kairo gelebt habe. Er selbst habe ihn dort in den 1970-er Jahren besucht. Aribert Heim war offenbar den Angaben zufolge aus Gründen der Tarnung zum Islam konvertiert. Das ZDF präsentierte eine Aktentasche mit etlichen Dokumenten, unter anderen die Kopie eines ägyptischen Passes, Anträge auf Aufenthaltsgenehmigungen, Kontoauszüge, Briefe und medizinische Unterlagen, die eine Identifizierung ermöglichten. Zudem verfüge man über eine beglaubigte Abschrift der Sterbeurkunde Heims, so das ZDF. Angeblich wurde Heim 1992 auf einem Armenfriedhof nahe der Kairoer Altstadt begraben.

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