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MB: Twittern im OP-Saal ist eine modische Macke

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BERLIN (ava). Kritisch hat sich der Marburger Bund über den Einsatz des Microblog-Dienstes Twitter während einer Op in einem amerikanischen Krankenhaus geäußert. "Eine Operation ist Teamarbeit - da gilt höchste Konzentration, um das gewünschte Behandlungsergebnis zu erzielen. Das ständige Twittern am Rande einer Op würde die Konzentration des Teams nur unnötig stören und das Fehlerrisiko erhöhen. Beim Autofahren ist das Telefonieren mit einem Handy ja schließlich auch nicht erlaubt", stellte Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes fest.

Im St. Luke‘s Hospital in Cedar Rapids, Iowa hatte eine Kliniksprecherin drei Stunden lang mehr als 300 Kurzmeldungen (Tweets) von der Operation einer 70 Jahre alten Patientin verschickt, der die Gebärmutter entfernt wurde. Nach Angaben von MB-Vize Botzlar sind "modische Macken wie das Twittern im OP kein Gewinn für den Patienten und seine Angehörigen." Schon jetzt dürften deshalb Handys oder andere mobile Endgeräte zum Empfang von Funk-Nachrichten ("Piepser") vielfach nicht mit in den OP-Saal genommen werden.

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