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Mit Sport in die Zielgerade gegen Krebs

FRANKFURT/MAIN (ine). Seit Mitte Mai erhalten Krebspatienten von der Abteilung Sportmedizin der Frankfurter Goethe-Universität ein individuelles Sportprogramm. Jeder Patient wird dabei individuell von einem Sporttherapeuten betreut.

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"Sport und Krebs" heißt das Projekt, das von der Stiftung "Leben mit Krebs" finanziell unterstützt wird. "Sport und körperliche Aktivität können die häufig in der Behandlung auftretenden Nebenwirkungen mindern", erklärt Professor Winfried Banzer, Leiter der Abteilung Sportmedizin. In den vergangenen drei Jahren haben seine Mitarbeiter mehr als 15 Krebspatienten sportmedizinisch untersucht und angeleitet. "Bereits nach vier Wochen ist eine erhöhte Ausdauerleistung darstellbar", so Banzer. Nach weiteren drei Monaten Training nähmen Müdigkeit und Abgeschlagenheit deutlich ab.

Bis zu 600 Patienten können sich nun von den Sportmedizinern bei ihren Aktivitäten betreuen lassen. Die einzige Voraussetzung: Die Teilnehmer sollten ohne fremde Hilfe etwa eine Stunde laufen können. "Im Unterschied zu den üblichen Nachsorgeangeboten soll das Projekt Erkrankte aller Tumorarten ansprechen", sagt Professorin Elke Jäger vom Vorstand der Stiftung "Leben mit Krebs". Die Chefärztin hat bereits 2005 am Nordwestkrankenhaus ein Sportprogramm für Krebspatienten aufgebaut. Dort werden ihnen Rudern, Jogging, Nordic Walking und Radfahren angeboten. Elke Jäger betont, dass sich sichtbare Fortschritte schnell einstellen: "Schon ein moderates Training beeinflusst den Zuwachs an Leistungsfähigkeit."

www.sport.uni-frankfurt.de

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