Gesellschaft

Mut machende Bilder über das Tabuthema Sterben

In einem Jahreskalender zeigt die Deutsche PalliativStiftung die eindrucksvollsten Bilder eines Fotowettbewerbs, der das Sterben zum Thema macht.

Veröffentlicht:
 Das Deckblatt des PalliativKalenders 2012.

 Das Deckblatt des PalliativKalenders 2012.

© Deutsche Palliativ Stiftung

FULDA (eb). Insgesamt 244 kunstvolle und sehr ausdrucksstarke Bilder zum Thema "Sterben" sind von Hobby- und Gelegenheitsfotografen für einen bundesweit ausgeschriebenen Fotowettbewerb der Deutschen PalliativStiftung eingeschickt worden, aus denen der Deutsche PalliativKalender für das Jahr 2012 gestaltet wurde.

Der renommierte deutsche Künstler Franz Erhard Walther suchte die zwölf Kalenderbilder unter einem künstlerischen Zusammenhang aus. Eine dreiköpfige Fachjury wählte dann unter allen Einsendungen die Gewinner der beiden Kategorien "Menschen" und "Stillleben".

"Sterben ist ein Thema, das in der Gesellschaft nach wie vor gerne verdrängt wird. Auch die Sterbebegleitung durch Hospizhelfer, Palliativfachkräfte, Palliativmediziner und viele andere wird nicht in der breiten Öffentlichkeit thematisiert", erläutertet Thomas Sitte, Vorsitzender der Deutschen PalliativStiftung, die Motivation für das Projekt.

Arbeit von Palliativ- und Hospizeinrichtungen stärker ins Bewusstsein rücken

Die Medien propagierten das Bild des gesunden und aktiven Menschen bis ins hohe Alter. "Dabei wissen eigentlich alle, dass es jeden Menschen in jedem Alter treffen kann", sagt Sitte. "Und trotzdem haben Schwerstkranke und Sterbende nach wie vor keine große Lobby."

Es gehe bei dem Projekt auch darum, die wichtige Arbeit aller Menschen in Palliativ- und Hospizeinrichtungen stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und um zugleich zu zeigen, dass Betroffene mit einer guten Palliativversorgung zufrieden und schmerzfrei sterben können.

Der PalliativKalender 2012 ist im Buchhandel und über die DeutschePalliativ Stiftung, Am Bahnhof 2, 36037 Fulda, erhältlich. E-Mail: buero@palliativstiftung.de Der Kalender kostet 29 Euro

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