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Reisen erhalten Krebspatienten den Lebensmut

Urlaub als Krebspatient? Eine Stiftung in Wiesbaden organisiert die medizinische und pflegerische Betreuung.

Von Sabine Schiner Veröffentlicht:

WIESBADEN. Viel Zeit zu Entspannung und Ablenkung bleibt onkologischen Patienten zwischen den Therapiezyklen in der Regel nicht. Die Stiftung Leben mit Krebs in Wiesbaden hat deshalb das Projekt "Lebensmut durch Reisen" gestartet. Es ermöglicht Krebspatienten und ihren Angehörigen Urlaub mit medizinischer und pflegerischer Betreuung. Die Stiftung arbeitet mit dem Mainzer Reiseveranstalter Poppe-Reisen zusammen. Im Angebot sind Einzel- und Gruppenreisen, etwa an die Ostsee, nach Dresden, in den Odenwald oder nach Mallorca. Die Erholung steht im Vordergrund, spezielle Kurse und Seminare gibt es auf den Reisen nicht. Die ärztliche Versorgung der Patienten ist allerdings gewährleistet. "Wir sorgen für die Absicherung im Hintergrund", heißt es bei der Geschäftsstelle der Stiftung. Wer will, kann bereits vor der Reise seinen Arzt am Urlaubsort kontaktieren. In Mallorca stehen beispielsweise deutschsprachige Ärzte zur Verfügung. Die Hotels liegen zudem in der Nähe von Onkologischen Kliniken. Zum Serviceangebot gehören auch Blutuntersuchungen, Chemotherapien, Hilfe in Notfällen. Wichtig ist der Stiftung die Freiwilligkeit. "Die Patienten entscheiden, wie weit die Betreuung gehen soll." Auf Wunsch sorgt der Veranstalter auch für den Transfer- und Gepäckservice von Tür-zu-Tür. Die Kosten müssen die Patienten selbst übernehmen. Acht Tage auf Mallorca Ende Oktober kosten knapp 1200 Euro pro Person im Doppelzimmer.

Weitere Informationen unter www.stiftung-leben-mit-krebs.de

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