Südkorea

Satte Preiserhöhung für Zigaretten geplant

Südkorea will den Kampf gegen das Rauchen verschärfen. Weil fast jeder zweite Landsmann raucht, sollen nun die Preise um 80 Prozent erhöht und Zigarettenpackungen mit Schockbildern versehen werden.

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SEOUL. Mit einer drastischen Preiserhöhung um 80 Prozent für Zigaretten will die südkoreanische Regierung ihren Kampf gegen das Rauchen ausbauen.

Ab Januar 2015 sollen die Preise pro Schachtel um 2000 Won auf 4500 Won (3,40 Euro) steigen, wie Gesundheitsminister Moon Hyung Pyo am Donnerstag in Seoul ankündigte.

Der Schritt, der vor allem über eine Erhöhung der Tabaksteuer erfolgen soll, muss noch vom Parlament gebilligt werden. Abgeordnete aus dem Regierungs- und Oppositionslager hatten ihren Widerstand gegen eine solch drastische Preiserhöhung angekündigt.

Vergleichsweise hohe Raucherquote bei den Männern

Die Regierung rechnet mit zusätzlichen Steuermehreinnahmen von 2,8 Billionen Won (rund 2,1 Milliarden Euro). Die Raucherquote bei männlichen Erwachsenen liegt den Angaben zufolge bei 44 Prozent. Ziel sei es, die Quote im Land bis 2020 auf 29 Prozent zu reduzieren, hieß es. In den 34 OECD-Ländern liegt der Durchschnitt bei 25 Prozent.

Als weitere Maßnahme der Antirauchkampagne sieht die südkoreanische Regierung vor, dass Schockbilder, die vor Gefahren des Rauchens warnen, auf Zigarettenschachteln aufgedruckt werden müssen. Die Werbung für Zigaretten im Einzelhandel soll verboten werden. Seit Ende 2012 besteht Rauchverbot in und um öffentliche Einrichtungen. (dpa)

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