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Seit 2008 mehr Auswanderer als Zuwanderer

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734000 Menschen verließen 2009 Deutschland. Die meisten wanderten nach Polen, Rumänien, Türkei sowie in die USA und Schweiz aus.

734000 Menschen verließen 2009 Deutschland. Die meisten wanderten nach Polen, Rumänien, Türkei sowie in die USA und Schweiz aus.

© imagebroker / imago

BERLIN (dpa). In Deutschland leben rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Rund zwei Drittel davon sind seit 1950 zugewandert, der Rest ist in Deutschland geboren. Seit 2008 sind allerdings jährlich mehr Bürger weggezogen als zugezogen.

Im vergangenen Jahr kamen rund 721 000 Menschen nach Deutschland. Das waren sechs Prozent mehr als 2008. Die meisten kamen aus Polen (123 000), Rumänien (56 000), den USA (30 000), der Türkei (30 000) und Bulgarien (29 000).

Die Zugewanderten ließen sich vor allem in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern nieder.

Aus der Bundesrepublik weg zogen etwa 734 000 Menschen. Die meisten gingen nach Polen, Rumänien, in die Türkei, in die USA und in die Schweiz. Insgesamt gab es 13 000 mehr Auswanderer als Zuwanderer. Im Jahr 2008 lag das sogenannte Wanderungsdefizit sogar bei rund 56 000. In den Jahren 1985 bis 2007 gab es jeweils deutlich mehr Zugezogene als Auswanderer.

Viele Experten gehen davon aus, dass Deutschland langfristig auf Zuwanderer angewiesen ist. Mit Blick auf den steigenden Mangel an Fachkräften und Hochqualifizierten wirbt die Bundesregierung gezielt um Arbeitnehmer aus dem Ausland. So können Spitzenkräfte der Wirtschaft und Wissenschaft, die ein Arbeitsplatzangebot haben, sofort eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erhalten.

Bedingung ist allerdings, dass ihr jährliches Bruttoeinkommen bei mindestens 66 000 Euro liegt. Wenn sie weniger verdienen, erhalten sie zunächst eine befristete Aufenthaltserlaubnis.

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