Ehrenamtliches Engagement ausgzeichnet

Springer Medizin Charity Award 2017 – Das sind die drei Preisträger

Mit dem CharityAward zeichnet Springer Medizin bürgerschaftliches Engagement von Menschen aus, die sich ehrenamtlich um hilfsbedürftige Menschen kümmern.

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Strahlender Gewinner des CharityAwards: Markus Seidel von der Off-Road-Kids-Stiftung. Mit ihm freuen sich (v.l.) Moderatorin Yve Fehring, Oliver Schenk vom BMG und Joachim Krieger von Springer Medizin.

Strahlender Gewinner des CharityAwards: Markus Seidel von der Off-Road-Kids-Stiftung. Mit ihm freuen sich (v.l.) Moderatorin Yve Fehring, Oliver Schenk vom BMG und Joachim Krieger von Springer Medizin.

© David Vogt

Die drei Preisträger erhalten jeweils eine Kombination aus Preisgeld (insgsamt 60.000 Euro) und Medienleistungen (insgesamt 200.000 Euro). Sponsoren des Preises sind neben Springer Medizin die Unternehmen TV Wartezimmer, Vendus Group, der Berufsverband Deutscher Humangenetiker (BVDH) sowie die Anwaltskanzlei Ehlers, Ehlers & Partner.

Der erste Preis: Off Road Kids

Der Charity-Pokal als Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement.

Der Charity-Pokal als Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement.

© David Vogt

Seit 1993 ist Off Road Kids die einzige überregional tätige Hilfsorganisation für Straßenkinder in Deutschland. Ohne staatliche Zuschüsse betreibt die Off Road Kids Stiftung eigene Streetwork-Stationen in Berlin, Hamburg, Dortmund und Köln. Hinzu kommen spezielle Beratungsangebote für betroffene Eltern.

Weder Kinder noch junge Erwachsene sollen dauerhaft auf der Straße landen - das ist das Kernziel der Arbeit. aufgrund ihrer Lebenssituation sind diese Straßenkinder uns jungen Obdachlose oft mit Infektionsgefahren und sonstigen gesundheitlichen Risiken konfrontiert. Die Road Kids-Streetworker bemühen sich, zügig mit betroffenen jungen Menschen eine dauerhaft tragfähige Perspektive für ihr künftiges Leben zu entwickeln.

Dabei ist die Entfernung zum Heimatort nicht von primärer Bedeutung, denn Off Road Kids arbeitet deutschlandweit. Die jungen Menschen können also auch über weite Entfernungen begleitet werden. Da in Deutschland nahezu alle jungen Menschen, die längere Zeit auf der Straße leben, schon nach kurzer Zeit in großen Ballungszentren auftauchen, ist Off Road Kids in Berlin, im Ruhrgebiet, Hamburg und Köln mit Streetwork-Stationen präsent.

Die Stiftung wird unterstützt durch die Bahn BKK, die Geldmittel aus dem Präventionsgesetz zur Verfügung stellt. Bei der Preisverleihung würdigte Stiftungssprecher Markus Seidel die enge Kooperation mit der Kasse, er sieht aber weiteren Handlungsbedarf: „Immer mehr junge volljährige Menschen in Deutschland landen auf der Straße.“

Der zweite Preis: AIAS – Studenten engagieren sich gegen Krebs

Thomas Rössner und Maximilian Schlereth (3.u.4.v.l.) von der AIAS e.V. mit dem 2. Preis des CharityAwards. Mit im Bild (v.l.n.r.): Moderatorin Yve Fehring, Oliver Schenk vom BMG, Sponsor Bernd Poitz von der Vendus Gruppe, Jury-Vorsitzender Dr. Thomas Thiekötter, Tom Schweitzer vom Sponsor TV Wartezimmer.

Thomas Rössner und Maximilian Schlereth (3.u.4.v.l.) von der AIAS e.V. mit dem 2. Preis des CharityAwards. Mit im Bild (v.l.n.r.): Moderatorin Yve Fehring, Oliver Schenk vom BMG, Sponsor Bernd Poitz von der Vendus Gruppe, Jury-Vorsitzender Dr. Thomas Thiekötter, Tom Schweitzer vom Sponsor TV Wartezimmer.

© David Vogt

AIAS ist ein in München gegründeter gemeinnütziger Verein von Studenten mit einem ehrgeizigen Ziel: Jeder Student in Deutschland sollte sich in die internationale Stammzelldatenbank aufnehmen lassen. Die Botschaft: "Blutkrebs ist heilbar: Deine Stammzellen können Leben retten!" Der Verein AIAS kooperiert eng mit der DKMS.

Da noch zu viele Studenten nur wenig über das Thema Leukämie und Stammzellspenden wissen, verfolgt AIAS strategisch ein doppeltes Ziel: Zum einen liefert er Hintergrundinformationen, zum anderen ermöglicht er eine konstenlose und unkomplizierte Registrierung zum Stammzellspender "zwischen zwei Vorlesungen" direkt am Campus oder an einer der über 40 Partnerhochschulen.

„Leukämie ist schrecklich, aber man kann etwas dagegen tun“, sagte Jurastudent Maxiliam Schlereth bei der Preisverleihung. „Unsere Arbeit kommt an, immer mehr Studenten machen mit.“

Seit Gründung des bundessweiten Netzwerks sind an 24 Standorten mehr als 22.000 Studenten als potenzielle Stammzellspender registiert worden. Mehr als 40 der neu registrierten Studenten konnten per Matching-Verfahren einem Empfänger zugeordnet werden.

Der dritte Preis: Das onlinebasierte JUNGE KREBSPORTAL

Professor Mathias Freund (3.v.l.) von der Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, freut sich über den 3. Preis. Mit im Bild (v.l.n.r.) Moderatorin Yve Fehring, BMG-Vertreter Oliver Schenk sowie die Sponsoren Dr. Christian Rybak von Ehlers, Ehlers & Partner und Dr. Nicolai Kohlschmidt vom Berufsverband Deutscher Humangenetiker.

Professor Mathias Freund (3.v.l.) von der Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, freut sich über den 3. Preis. Mit im Bild (v.l.n.r.) Moderatorin Yve Fehring, BMG-Vertreter Oliver Schenk sowie die Sponsoren Dr. Christian Rybak von Ehlers, Ehlers & Partner und Dr. Nicolai Kohlschmidt vom Berufsverband Deutscher Humangenetiker.

© David Vogt

Junge Menschen, die an Krebs erkrankt sind oder an einem Rezidiv leiden, fühlen sich oft völlig verunsichert, haben viele Fragen und suchen den Kontakt zu gleichaltrigen Patienten. Das onlinebasierte JUNGE KREBSPORTAL ermöglicht ihnen einen schnellen Kontakt zu Fachleuten in ganz Deutschland. Patienten können ihre Fragen an das Beraterteam des Portals richten. Das sind ehrenamtlich tätige, qualifizierte Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten.

In Online-Chats, Telefonaten oder persönlichen Gesprächen vor Ort erhalten Patienten qualifizierte Antworten. Zusätzlich zu dem Beratungsangebot bietet das Onlineportal auch Ärzten, Pflegekräften oder Sozialarbeitern aus verschiedenen Bereichen die Möglichkeit des Austausches mit den Portal-Beraterteams.

Das JUNGE KREBSPORTAL wurde von der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs initiiert. „Ein überaus wertvolles Projekt, das es verdient hat, kopiert zu werden“, würdigte Oliver Schenk als Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums bei der Preisverleihung die Initiative. (fuh)

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