Gesellschaft

Team "Sozialkompetenz": 14 Ärzte laufen Marathon für guten Zweck

HEILBRONN (eb). 7000 Euro Spendengeld haben Ärzte beim diesjährigen Trollinger-Marathon in Heilbronn erlaufen. Bestimmt ist das Geld für gemeinnützige Projekte, darunter für die erste Unicef-Kinderstadt Deutschlands Heilbronn.

Veröffentlicht: 06.07.2006, 08:00 Uhr

Unter der Organisation von Dr. Markus Quintela Schneider, einem Facharzt für Allgemeinmedizin, haben sich 14 Ärzte bereit gefunden, als Team "Sozialkompetenz Heilbronn" für einen guten Zweck zu laufen. Die Unternehmen Takeda Pharma, Novartis und Schwarz Pharma haben die Aktion unterstützt, berichtet der Organisator. Mit dabei waren auch 187 Schüler der Silcher Grundschule, an der ein Sozialkompetenztraining als Pilotprojekt und Vorläufer für andere Grundschulen angeboten wird.

Am Vortag des Laufs hatten die Ärzte eine andere Aktion organisiert: Sie informierten über Hypertonie und nahmen Blutdruckmessungen bei den Marathon-Läufern vor. "Auffällig war, daß bei vielen Ausdauersportlern überhöhte Blutdruckwerte auch nach mehrmaliger Messung nach zehn Minuten in Ruhe festgestellt wurden, die nicht situativ erklärt werden können", so Quintela Schneider. "So konnte man bei diesen Läufern gleich vor Ort Aufklärungsarbeit zum Thema Bluthochdruck leisten."

Als erste Unicef-Kinderstadt Deutschlands sammelt Heilbronn noch bis Oktober Spenden für hilfsbedürftige Kinder in Brasilien und Ghana. Die Spenden kommen Straßenkinder-Projekten in Brasilien und der Verbesserung der Versorgung mit sauberem Trinkwasser in Ghana zugute.

Außerdem wurde mit den Spenden das Projekt Sozialkompetenztraining an Grundschulen gefördert. In dem Pilotprojekt sollen in einem evaluierten Training Fähigkeiten zum Umgang miteinander geschult werden. Auch eine Schule für Hörgeschädigte und Sprachbehinderte wird mit den erlaufenen Spenden unterstützt.

Wegen des großen Erfolges in den letzten Jahre (2005 kamen 10 000 Euro zusammen) soll der Trollinger-Marathon mit mehr als 5600 Teilnehmern auch im nächsten Jahr als Plattform genutzt werden. Dann wollen die Ärzte über Diabetes mellitus aufklären.

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