Gute Vorsätze

Was sich die Deutschen für 2020 vornehmen

Weniger Stress, mehr Sport und Zeit für die Familie: Bei den guten Vorsätzen zum Jahreswechsel geht es meist jedes Jahr um die gleichen Themen. Eines ragt dabei für 2020 besonders hervor.

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Die Absicht, Stress zu vermeiden, ist seit Beginn der jährlichen Erhebung im Jahr 2011 noch nie so populär gewesen wie 2019, berichtet die DAK.

Die Absicht, Stress zu vermeiden, ist seit Beginn der jährlichen Erhebung im Jahr 2011 noch nie so populär gewesen wie 2019, berichtet die DAK.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Hamburg. Weniger Stress, aber freundlicher zu Klima sowie Familie und Freunden: Mit diesen Vorsätzen gehen nach einer repräsentativen Umfrage die Menschen in Deutschland mehrheitlich ins neue Jahr. Jeweils 64 Prozent der über 2000 Befragten bekannten sich in der Studie im Auftrag der DAK-Gesundheit zu diesen drei Vorsätzen.

Die Absicht, Stress zu vermeiden, sei seit Beginn der jährlichen Erhebung im Jahr 2011 noch nie so populär gewesen, teilte die Krankenkasse mit. Auch der Wunsch nach mehr Zeit für Familie und Freunde ist verbreiteter denn je.

Erstmals fragte die DAK auch nach der Absicht, sich umwelt- und klimafreundlicher zu verhalten. Ergebnis: Vor allem junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahre nehmen sich besonders häufig vor, mehr auf die Umwelt zu achten.

Auf Platz vier der guten Vorsätze folgt mit 56 Prozent mehr Sport. Je 53 Prozent der Befragten haben vor, sich mehr Zeit für sich selbst zu nehmen und sich gesünder zu ernähren. Weit abgeschlagen ist mit 36 Prozent Zustimmung das Abnehmen.

Noch weniger Befragte wollen sparsamer sein (31 Prozent), weniger fernsehen (20) oder weniger das Handy und den Computer nutzen (27). Immerhin wächst der Anteil der Befragten, die ihren Handy- und Computergebrauch einschränken wollen. Weniger Alkohol zu trinken (15) und das Rauchen aufzugeben (11), ist nur für eine Minderheit ein Thema.

Unterschiede in den Altersgruppen

insbesondere Jüngere nehmen sich besonders häufig vor, auf die Umwelt zu achten (69 Prozent) und öfter mal offline zu sein (47 Prozent). Die Menschen in der sogenannten Rushhour des Lebens zwischen 30 und 44 Jahren wollen hingegen verstärkt Stress abbauen (68 Prozent).

Umwelt- beziehungsweise klimafreundliches Verhalten ist dann auch wieder bei älteren Menschen ab 60 Jahren besonders beliebt. Mit 60 Prozent ist dies der wichtigste Vorsatz in dieser Altersgruppe, wie dei Umfrage ergab.

Arzt und Partner motivieren

Gefragt wurde ebenfalls nach der Motivation für ein gesünderes Leben: Zwei Drittel nennen dabei ihr persönliches Empfinden. Für etwa jeden Zweiten sind eine akute Erkrankung oder die Aufforderung vom Arzt der Grund, sich verstärkt zu kümmern (54 und 49 Prozent). 44 Prozent sind motiviert, wenn der Partner einen Anstoß gibt. (run)

Das sind die Top-Vorsätze für 2020

(Mehrfachnennungen waren möglich):

  • Stress vermeiden oder abbauen (64 %)
  • mehr Zeit für Familie / Freunde (64 %)
  • Umwelt- bzw. klimafreundlicher verhalten (64 %)
  • mehr bewegen/Sport (56 %)
  • mehr Zeit für mich selbst (53 %)
  • gesünder ernähren (53 %)
  • abnehmen (36 %)
  • sparsamer sein (31 %)
  • weniger Handy, Computer, Internet (27 %)
  • weniger fernsehen (20 %)
  • weniger Alkohol trinken (15 %)
  • Rauchen aufgeben (11 %)
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