Deutschlandstipendium

Zahl geförderter Studenten steigt weiter an

Veröffentlicht: 10.05.2019, 11:43 Uhr

WIESBADEN. Immer mehr Studenten mit besonderen Leistungen erhalten an Deutschlands Hochschulen Geld vom Bund und privaten Förderern. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stieg die Zahl der Träger eines sogenannten Deutschlandstipendiums im Wintersemester 2018/2019 um 5 Prozent auf rund 27.200 Studenten.

Mit dem seit 2011 existierenden Deutschlandstipendium will die Bundesregierung besonders begabte oder engagierte Studenten fördern. Gleichzeitig soll mit dem Projekt in Deutschland eine neue Stipendienkultur etabliert werden. Die von den Universitäten nach einem Auswahlverfahren bestimmten Studenten erhalten 300 Euro im Monat. Die Kosten teilen sich der Bund und private Stifter.

Bezogen auf alle Studierenden des Wintersemesters 2018/2019 erhielten nach der Statistik etwa ein Prozent der Studierenden in Deutschland diese besondere Unterstützung. Langfristig soll der Anteil laut Statistischem Bundesamt weiter steigen, das entsprechende Stipendienprogrammgesetz sehe eine Obergrenze von acht Prozent vor.

Die prozentual höchste Dichte von Deutschlandstipendienträgern war nach der Statistik mit 1,6 Prozent aller Studenten im Saarland. Die geringste Dichte hatte Hamburg mit 0,5 Prozent. Unter den Geförderten waren bundesweit 52 Prozent Frauen. Bezogen auf die Fächer studierte die deutliche Mehrheit der Geförderten im vergangenen Wintersemester mit 10.056 Studenten Ingenieurwissenschaften, gefolgt von Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (7952 Studenten). In der Fächergruppe Sport erhielten gerade mal 111 Studierende ein Deutschlandstipendium.

Die Höhe des von privaten Spendern eingeworbenen Geldes stieg laut der Statistik 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 28,1 Millionen Euro. Die Zahl der Gönner stieg ebenfalls um 4 Prozent auf 7840 Mittelgeber. Die Mehrzahl davon seien Kapitalgesellschaften oder sonstige juristische Personen des privaten Rechts wie Vereine oder Stiftungen.

Das unter der damaligen Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) eingeführte Deutschlandstipendium war beim Start 2011 und auch danach noch als „Elitenprojekt“ heftig umstritten. Vor allem Gewerkschaften, Grüne und Linke forderten immer wieder, das Geld lieber für eine Bafög-Aufwertung auszugeben. (dpa)

Mehr zum Thema

Aktuelle Studie

Herzkinder gut in der Schule

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Warum manche mit 110 Jahren noch gesund sind

Rätsel gelöst?

Warum manche mit 110 Jahren noch gesund sind

Hausärzte bleiben oft außen vor

Kranke Heimbewohner

Hausärzte bleiben oft außen vor

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen