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„ÄrzteTag“-Podcast

Warum haben es regionale Ansätze in der Versorgung so schwer, Professor Hager?

Lange Gesichter gab es bei vielen Akteuren im Gesundheitswesen, als der Entwurf zum GVSG herauskam. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert Professor Lutz Hager, Vorstandsvorsitzender des BMC, wo noch nachgebessert werden sollte.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

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Ist das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG), zu dem jetzt der offizielle Referentenentwurf vorliegt, vor allem ein Hausärztestärkungsgesetz? Nachdem die Pläne zu Gesundheitskiosken, zu den Primärversorgungszentren und zur Regionalisierung herausgefallen sind aus dem Entwurf, gibt es durchaus Stimmen, die genau das kolportieren.

Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Managed Care (BMC) Professor Lutz Hager macht im „ÄrzteTag“-Podcast aus seiner Enttäuschung jedenfalls keinen Hehl. Er sieht „schwarze Magie in der Gesundheitspolitik“ am Werk: „Gestern hatten wir noch einen Reformentwurf, heute nur noch den Schatten davon“, gibt sich der Professor für Healthcare-Management an der SRH Fernhochschule desillusioniert.

Hager betont im Gespräch, dass es angesichts der absehbaren demografischen Entwicklung wichtig sei, „in neue Strukturen hineinzuarbeiten“. Insofern sei der abgespeckte GVSG-Entwurf ein „fatales Signal“, dass die Bundesregierung „keine Ideen mehr hat oder keine Mehrheiten“ für neue Versorgungskonzepte.

Dabei sieht der BMC-Vorsitzende durchaus einen Sinn darin, primärärztliche Versorgung zu stärken, wie das immer noch im Gesetzentwurf geplant ist. Zur Erinnerung: Vorgesehen sind unter anderem ein Bonus für die Einschreibung in die Hausarztzentrierte Versorgung, die Entbudgetierung beim Hausarzt-Honorar und ein neuer Ansatz beim Honorar für die Chronikerversorgung, der eine Reduzierung der Kontakthäufigkeit ermöglicht.

Vor allem erläutert Hager im „ÄrzteTag“-Podcast, wieso eine Verlagerung der Verantwortung für eine gute Versorgung auf eine regionale Entscheidungsebene positive Auswirkungen haben könnte, warum diese nicht zum Aufbau teurer Doppelstrukturen führen müsste und wie Klinikreform und Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz sinnvoll miteinander verbunden werden könnten, um neue Versorgungsstrukturen um Krankenhäuser herum aufzubauen – auch mit Hilfe des geplanten Transformationsfonds. Nicht zuletzt beschreibt Hager, was die aktuell gelaufene Fernsehserie „Charité 2049“ mit einer funktionierenden Gesundheitsversorgung in der Zukunft zu tunt hat und warum es auch wichtig für den Erhalt der Demokratie ist, „krude Rationierungsszenarien“ zu verhindern. (ger)

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