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„ÄrzteTag“-Podcast

Wie vermeiden Sie die Probleme mit der neuen Versorgungspauschale, Herr Sommerbrodt?

Ab Juli gilt die Versorgungspauschale. Sie soll unnötige Praxisbesuche vermeiden helfen. Kann sie das? Nein, glaubt, Christian Sommerbrodt. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert er, warum nicht – und wie er mit dieser neuen Ziffer umgehen wird.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

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Am 1. Juli wird es ernst: Die neue Versorgungspauschale tritt in Kraft. Sie soll die hausärztliche Versorgung von Menschen mit einer einzigen leichten chronischen Erkrankung erleichtern helfen, indem sie eine Dauerbetreuung ermöglicht, ohne in jedem Quartal einen Kontakt erforderlich zu machen. Dadurch sollen Praxen entlastet werden.

Im Praxisalltag dürfte diese Maßnahme allerdings krachend scheitern, sagt Christian Sommerbrodt, Abrechnungsexperte und Hausarzt in einer Berufsausübungsgemeinschaft in Wiesbaden. Im „ÄrzteTag“, dem Podcast der Ärzte Zeitung, erläutert Sommerbrodt, der auch Schatzmeister des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands und Landesvorsitzender in Hessen ist, worin die Probleme liegen, die Patienten mit nur einer chronischen Erkrankung zu identifizieren, und warum eine falsche Zuordnung chronisch kranker Patienten am Ende sogar zum Regress führen kann.

Zur Erinnerung: Die Pauschale (GOP 03100) soll bei Patientinnen und Patienten angesetzt werden, die unter einer Schilddrüsenerkrankung, einer Fettstoffwechselstörung, einer essenziellen Hypertonie oder unter idiopathischer Gicht leiden. Weitere Bedingung ist, dass sie wegen dieser einen Erkrankung auch nur ein einziges Medikament zu sich nehmen.

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Sommerbrodt warnt im Podcast, dass viele Praxisverwaltungssysteme nur begrenzt dabei helfen könnten, die Patienten zu identifizieren und beschreibt Bemühungen von Kassenärztlichen Vereinigungen, ihren Mitgliedern mit Fehlerlisten zur Abrechnungskontrolle zu helfen.

Nicht zuletzt beschreibt Sommerbrodt „das Verwaltungswirrwarr und eine unendliche Verkomplizierung“, mit der zum Beispiel bei zusätzlichen Besuchen der Patientinnen und Patienten innerhalb eines halben Jahres umgegangen werden muss.

Dennoch gebe es Möglichkeiten, die Probleme mit der Pauschale zu umgehen: Im Podcast gibt der Hausarzt aus Wiesbaden Hinweise, wie die relevanten Patienten identifiziert werden und wie sich die Bürokratie mit etwas gründlicherer Kodierung vermeiden lässt. (Länge: 23:10 Minuten)

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