Wartezeiten

85 Prozent sind laut TK zufrieden

Umfrage in drei Ländern zeigt kaum Veränderungen nach dem Start der Terminservicestellen.

Veröffentlicht: 02.06.2016, 14:26 Uhr

MAINZ. 85 Prozent der Versicherten in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland sind zufrieden mit der Wartezeit auf einen Arzttermin. Das hat eine Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Techniker Kasse (TK) ergeben. Der Grad der Zufriedenheit entspricht dem Bundesdurchschnitt. Zwölf Prozent zeigten sich weniger zufrieden oder unzufrieden.

Die Teilnehmer wurden knapp einen Monat nach Start der KV-Terminservicestellen (TSS) befragt. Anneliese Bodemar, Leiterin der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz, sagte mit Blick auf die Umfrageergebnisse, für die Patienten habe sich in puncto Wartezeiten offenbar spürbar nicht viel verändert. Im Gegenteil: "In unserer Befragung zwei Jahre zuvor hatten wir sogar noch etwas bessere Ergebnisse in den drei Ländern. Damals äußerten sich sogar 88 Prozent der Befragten zufrieden", so Bodemar.

In Rheinland-Pfalz war die erste Bilanz zwei Monate nach Start der TSS verhalten ausgefallen. Ende März hieß es von Seiten der KV, die dortige Stelle vermittele pro Woche im Durchschnitt rund 120 Termine. Auch andere KVen berichten von einem Bedarf, der hinter den Erwartungen zurückblieb.

Die Koalition hat die TSS mit dem Versorgungsstärkungsgesetz den KVen zur Pflicht gemacht. Laut Gesetz mussten sie am 23. Januar 2016 an den Start gehen und sollen den Versicherten in maximal vier Wochen einen Facharzttermin vermitteln. Gelingt dies nicht, muss dem Patienten ein ambulanter Behandlungstermin im Krankenhaus angeboten werden - die Behandlungskosten müssen aus der Gesamtvergütung der Vertragsärzte getragen werden.

TK-Chefin Bodemar verweist auf den Terminservice ihrer Kasse, der seit über sechs Jahren läuft. Laut Bodemar nutzten 2015 rund 54.000 Versicherte diese Möglichkeit der Terminvermittlung. Anders als die KV-TSS vermittelt die TK nicht nur bei dringenden Überweisungen, sondern auch bei Terminwünschen für Routine- oder Vorsorgeuntersuchungen. "Das Anrufvolumen ist seit Anfang des Jahres interessanterweise sogar um zehn Prozent gestiegen", sagte Bodemar mit Blick auf den TK-Service. (aze)

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