AOK hält Präventionsprogramm in Kitas für einen Erfolg

Die AOK hat ihr Präventionsprogramm "TigerKids" in Kitas und Kindergärten auswerten lassen. Danach essen die Kinder häufiger Obst und Gemüse und sind seltener übergewichtig.

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HANNOVER (cben). Besser essen in Kindertagesstätten und Kindergärten. Das bundesweite AOK-Präventionsprogramm namens "TigerKids - Kindergarten aktiv" zeigt nach jüngsten Evaluationsergebnissen Wirkung (wir berichteten). Darauf hat jetzt noch einmal die AOK in Hannover hingewiesen.

Ziel ist es, Kinder an ein gesundes Essverhalten heranzuführen. Der Studie zufolge kann "TigerKids" Risikofaktoren des Übergewichts günstig beeinflussen und wirkt auch positiv bei der Vermeidung von Adipositas. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Herbert Reichelt, erläuterte, das Programm unterstützt Erzieherinnen in den Kindergärten, gesunde Ernährung und Bewegung in den Alltag ihrer Kita einzuführen und beizubehalten.

Die Studie zeige, dass "TigerKids"-Kinder zu Hause zwei Portionen Obst pro Tag essen (66,6 Prozent) im Vergleich zu 55,7 Prozent bei Kindern, die nicht am Programm teilnehmen. Die "Tiger-Kids" greifen auch häufiger zu Gemüse (42,7 Prozent zu 33,6 Prozent) und trinken häufiger ungesüßte Getränke (60,4 zu 46,7 Prozent). Zur Erinnerung: Das 2003 angeschobene Projekt ist von Wissenschaftlern der Münchener Universität (LMU) evaluiert worden. Sie befragten dazu die Eltern nach Ernährungs- und Freizeitverhalten der Kinder zu Hause, wogen und maßen die Kinder und registrierten den Body-Mass-Index.

Das Ergebnis lässt hoffen: Nur 13,9 Prozent der"TigerKids" sind übergewichtig (18 Prozent in der Vergleichsgruppe), adipös sind 3,4 Prozent (5,4 Prozent). Außerdem bringen sie gesündere Pausenverpflegung von zuhause mit, erklärte der Vorsitzende der Stiftung Kindergesundheit Professor Berthold Koletzko. Um die Wirkungen des Programmes zu überprüfen, nahmen 75 Kitas mit etwa 3000 Kindern an der cluster-randomisierten Studie teil, bei der die Kitas zufällig zur Teilnahme an "TigerKids" oder zu einer Kontrollgruppe ohne Teilnahme am Programm ausgelost wurden. Der AOK erwägt zurzeit, ob das Programm auf Krippen ausgeweitet werden kann.

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