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Nikotinsucht

Rauchentwöhnung: Neue Materialien für Hausarztpraxen

Damit Hausärztinnen und Hausärzte Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, richtig beraten können, hat die Stiftung Gesundheitswissen Materialien für den Praxiseinsatz entwickelt. Dabei ist auch eine Notfallkarte.

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Patienten, die mit dem Rauchen aufhören wollen, fehlt oftmals das Durchhaltevermögen. Hausärzte können mit konkreten Tipps helfen.

Patienten, die mit dem Rauchen aufhören wollen, fehlt oftmals das Durchhaltevermögen. Hausärzte können mit konkreten Tipps helfen.

© nito / stock.adobe.com

Berlin. Die Stiftung Gesundheitswissen hat anlässlich der Aktion „Rauchfrei im Mai“ kostenfreie Materialien zur Rauchentwöhnung für das Arzt-Patienten-Gespräch erstellt. Sie sollen Hausärzte und Praxisteams dabei unterstützen, das Thema Rauchentwöhnung im Praxisalltag aufzugreifen und Patienten konkrete Hilfen für die ersten Schritte in ein rauchfreies Leben mitzugeben.

Denn Rauchen zähle weiterhin zu den bedeutenden vermeidbaren Risikofaktoren für zahlreiche Erkrankungen, so die Stiftung. Viele Raucher hätten den Wunsch aufzuhören, unterschätzren jedoch, wie stark Gewohnheit, körperliche Abhängigkeit und Alltagssituationen den Ausstieg erschweren können. Hier komme der hausärztlichen Versorgung eine besondere Rolle zu: In der Praxis können gesundheitliche Risiken angesprochen, Motivation gestärkt und geeignete Unterstützungsangebote vermittelt werden.

Gleichzeitig ist die Zeit im Sprechzimmer begrenzt. Die neuen Materialien der Stiftung Gesundheitswissen sollen an die ärztliche Kurzberatung anknüpfen und Patienten konkrete Hilfen an die Hand geben, um den Rauchstopp im Alltag vorzubereiten und durchzuhalten.

Kurzinformation zu Hilfsangeboten

Im Zentrum steht eine Kurzinformation zu Hilfsangeboten bei der Rauchentwöhnung. Sie gibt Patienten einen strukturierten Überblick darüber, welche Formen der Unterstützung infrage kommen und wie diese zugänglich sind. Vorgestellt werden unter anderem Selbsthilfeangebote, digitale Hilfen, Beratungsangebote, Verhaltenstherapie, Nikotinersatzpräparate und weitere medikamentöse Optionen. Auch ergänzende Ansätze wie Achtsamkeit oder Hypnose werden eingeordnet.

Die ausdruckbaren, wissenschaftlich fundierten Patientenmaterialien werden durch einen digitalen Rauchstopp-Navigator ergänzt. Er unterstützt Patienten dabei, die verschiedenen Möglichkeiten der Rauchentwöhnung mit der eigenen Situation abzugleichen und eine passende Strategie für den Ausstieg zu finden. Damit werden die unterschiedlichen Ansätze nicht nur für das Beratungsgespräch aufbereitet, sondern auch für zu Hause nutzbar gemacht.

Notfallkarte für kritische Momente

Besonders schwierig sind beim Rauchstopp jene Situationen, in denen das Rauchverlangen plötzlich stark wird: bei Stress, nach dem Essen, in Pausen oder im Kontakt mit rauchenden Menschen. Für diese Momente bietet die Stiftung Gesundheitswissen eine Notfallkarte an, die Patienten im Portemonnaie mitnehmen können.

Die Karte bündelt, was in akuten Situationen helfen kann: das persönliche Ziel, eine wirksame Ablenkung sowie einen Notfallkontakt. Individuell ausgefüllt wird die Notfallkarte zum maßgeschneiderten Begleiter in kritischen Momenten und erinnert daran, dass Rauchverlangen meist nur vorübergehend ist und lenkt den Blick auf konkrete Handlungsmöglichkeiten. Ergänzt wird die Notfallkarte durch Tipps für die ersten rauchfreien Tage. (kaha)

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