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Gesundheitsförderung in Kita und Schule

BVKJ-Medienpreis 2026: „Wir wollen bewusst Positivbeispiele zeigen“

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen vergibt erneut seinen Medienpreis. Gesucht werden journalistische Beiträge, die Zuversicht vermitteln und zeigen, wie Kitas und Schulen Kindergesundheit wirksam fördern.

Veröffentlicht:
Kinder im Grundschulalter, die sich an den Händen halten und auf einem Spielplatz über Baumstämme klettern

Gemeinsam mehr bewegen: Das sollten Grundschulkinder machen, und das will der BVKJ mit seinem Medienpreis erreichen.

© Christian Schwier / stock.adobe.com

Michael Hubmann lächelt in die Kamera.

Wünscht sich mehr Zuversicht: BVKJ-Präsident Dr. Michael Hubmann.

© privat

Köln/Berlin. Es ist das Zeitalter multipler Krisen, neuer Kriege und der fast vergessenen Klimakatastrophe. Von Jammern will Dr. Michael Hubmann, Präsident des Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ), aber nichts wissen. Und fordert das auch von der Regierung. „Wir brauchen eine Politik, die zeigt, da müssen wir hin“, sagt der im bayerischen Zirndorf niedergelassene Pädiater im Gespräch mit der Ärzte Zeitung.

Kitas und Schulen im Fokus

Mit seinem langjährigen Medienpreis will der Berufsverband genau das machen. „Wir wollen bewusst Positivbeispiele für die Stärkung der Gesundheitskompetenz in Schule und Kita zeigen“, so Hubmann.

Gesucht werden in diesem Jahr journalistische Beiträge, die deutlich machen, wie Schulen oder Kitas Kinder aus sozial benachteiligten Familien durch gezielte Gesundheitsangebote fördern und damit Chancengleichheit schaffen. Das Thema knüpft laut BVKJ direkt an den „Pakt für Kindergesundheit“ an – konkret an die Forderung: „Schulen und Kitas als Orte der Gesundheitsförderung fest verankern“.

Ministerin Nina Warken ist Schirmherrin

  • Der BVKJ-Medienpreis 2026 wird in den Kategorien Print/Online, Hörfunk, Podcast, Social Media und Fernsehen verliehen, die mit einem Preisgeld von jeweils 5000 Euro dotiert sind.
  • Nach Professor Karl Lauterbach (SPD) in 2025 ist in diesem Jahr Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) Schirmherrin des Preises.
  • Die fünfköpfige Jury besteht in diesem Jahr aus Professor Alexander Ehlers, Dr. Julia Tabatabai, Petra Tristram, Dr. Michael Hubmann und Jakob Maske.
  • Die feierliche Preisverleihung findet am 8. Mai in Berlin statt. Die Ärzte Zeitung Politik & Debatte begleitet den Preis als Medienpartner.

Seit 2009 zeichnet der Verband, der nach eigenen Angaben bundesweit rund 11.500 Pädiaterinnen und Pädiater vertritt, journalistische Beiträge aus, die „in herausragender Weise“ auf die Belange von Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen.

Ins Leben gerufen wurde der Preis von der Wissenschaftsjournalistin Regine Hauch, die viele Jahre lang auch für den BVKJ tätig war, sowie von Dr. Ulrich Fegeler, einem ehemaligen Bundespressesprecher des Verbandes.

In der Vergangenheit waren stets die „vergessenen Kinder am Rande der Gesellschaft“. Seit vergangenem Jahr, sagt Hubmann, fokussiere der Preis die Positivbeispiele, die als Leuchtturmprojekte wirken und Vorbild sein können.

Auf der Suche nach der Zuversicht

„Wir möchten das Signal setzen: Macht die Augen auf! Zeigt uns, wo die Zuversicht in unserem Land ist“, beschreibt Hubmann, der selbst Mitglied der fünfköpfigen Preisjury ist, das neue Motto des Medienpreises.

Nach den Vorstellungen des BVKJ sollte ein Großteil davon in Kitas und Schulen zu finden sein, damit die Kinder hierzlande gesund groß werden. „Es ist wichtig, dass wir die gesundheitliche Kompetenz in den Lebensräumen der Kinder abbilden.“ Das Gesundheitssystem, geschweige denn die Kinder- und Jugendärzte allein, könne das nicht leisten.

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Hubmann spricht sich in dem Zusammenhang für feste Angebote im Bildungsbereich aus: „Wir brauchen Gesundheitsbildung im frühkindlichen Bereich.“ Er sieht dabei auch einen engen Zusammenhang gesunder Ernährung in Kitas und Schulen.

BVKJ begrüßt Zuckersteuer

Der Finanzkommission Gesundheit ist der Kinder- und Jugendarzt „unendlich dankbar“, dass das Thema Zuckerabgabe in die 66 Vorschläge aufgenommen worden ist. Wie entscheidet die Politik? Zumindest läuft die Debatte derzeit auf Hochtouren.

Gleichwohl sei auch das bürgerschaftliche Engagement in der Grundschule wichtig, wo Initiativen und Eltern für ein gesundes Frühstück sorgen. Zugleich plädiert Hubmann für Unterstützung durch den Staat. „Wir brauchen beides: Best Practice Beispiele an der Basis. Aber wir brauchen auch den Mut, regulatorisch die Bedingungen zu setzen.“ (gab)

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