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Ärzte im Norden verärgert über Rösler-Reformplan

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BAD SEGEBERG (di). Harsche Kritik am Referentenentwurf zum GKV-Finanzierungsgesetz kommt aus dem Norden: Die Ärztegenossenschaft bewertet Teile darin als "erschreckend fantasielos", als "Rückschritt und Armutszeugnis".

"Anreiz und Chancen neuer Versorgungsformen werden abgeblockt und Eigeninitiative aus der Ärzteschaft zur Verbesserung der Versorgungsqualität mit angemessener Honorierung außerhalb eines gescheiterten Verteilungssystems werden abgewürgt", sagte Genossenschaftschef Dr. Klaus Bittmann.

Er zeigt zwar Verständnis für das Ziel von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler, die GKV-Finanzierung nachhaltig und sozial ausgewogen zu gestalten, sieht aber Leistungsträger im Gesundheitswesen enttäuscht, "die sich ein Ende zentralistischer Sozialpolitik erhofft haben".

"Wenn sich Wettbewerb auf die Höhe von Zusatzbeiträgen beschränkt, so ist das Ergebnis dieser neuen Gesetzesänderung für die Zukunft unseres Gesundheitswesens ein Rückschritt und ein Armutszeugnis", sagte Bittmann. Weiter kritisierte er, dass "staatlich vorgegebene Ausgabenregelungen innovative Versorgungskonzepte unterbinden könnten". Dies zeuge von mangelndem Glauben an Leistung und Wettbewerb.

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