Berufspolitik

Ärzte planen Netz in der Region Ulm

ULM (fst). Ein Versorgungsverbund von Ärzten strebt in der Region Alb-Donau-Kreis und Ulm eine enge Zusammenarbeit an und will so die ambulante Versorgung sichern.

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Als Motor des neuen Netzes mit dem Arbeitstitel "G‘sundregion" dient das Gesundheitsnetz Süd (GNS), das insgesamt 860 Haus- und Fachärzte als Genossenschafter zählt.

Allerdings mangele es dieser Dachorganisation bislang an Verbindlichkeit und Steuerungsmöglichkeiten für Versorgungsprojekte, heißt es.

Die Ärzte haben sich viel vorgenommen: Dazu gehören unter anderem eine IT-Vernetzung der beteiligten Praxen, "hochwertige Fortbildungen für Ärzte und Praxishelferinnen" oder gemeinsame Beschaffung von Praxisbedarf.

Man wolle, so heißt es, die Effekte, die ein MVZ bietet, "auf die Fläche übertragen". Als Beispiele werden abgestimmte Versorgungspfade und schnelle Kommunikation genannt.

Wenig Chancen bei Selektivverträgen

In der Pilotregion Alb-Donau-Kreis und Ulm gebe es mit den Gesundheitszentren der ADK-Klinik GmbH einen Partner in der stationären Versorgung. Ob weitere Regionen hinzukommen, sollten die Ärzte vor Ort entscheiden, sagte Dr. Martin Wagner, Vorstandssprecher des GNS.

Die Initiatoren bewerten die Chancen, Selektivverträge mit den Kassen zu schließen, nach eigenen Angaben als "schwierig", da etwa die AOK Baden-Württemberg auf Flächenverträge setze.

Die Initiatoren in der Pilotregion planen ein "regionales Gesundheitsunternehmen" als Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Dieser Zusammenschluss soll dann wiederum eine eigene GmbH gründen, um unternehmerisch tätig werden zu können.

Die GNS, die nach eigenen Angaben über Rücklagen verfügt, soll als Minderheitsgesellschafter die Vorlaufinvestitionen tragen.

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