Berufspolitik

Ärzte sollen H1N1-Patienten erfassen

KÖLN/BRÜSSEL (iss/spe/fst). National und international rüsten sich Ärzte und Politiker für den Fall einer Pandemie. Im Fokus: das Monitoring der Zahl infizierter Patienten.

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Ärzte sollen H1N1-Patienten erfassen

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Die KV Nordrhein sucht niedergelassene Ärzte, die bereit sind, Daten zur Entwicklung der Neuen Grippe in ihrer Praxis online zu erfassen. Damit will sie ein kontinuierliches Monitoring der Influenza H1N1 sicherstellen - wie es der Pandemieplan vorsieht.

Die KV hofft vor allem auf Datenlieferungen von Allgemeinärzten und hausärztlich tätigen Internisten, Pneumologen, Kinderärzten und HNO-Ärzten. Im geschlossenen Bereich des KV-Portals steht Ärzten eine Eingabemaske zur Verfügung. Darüber können sie die tägliche Zahl der Patienten und ihre Einschätzung zur Entwicklung der Erkrankung eingeben. Die KV ruft die Daten wöchentlich für statistische Auswertungen ab. Zudem erfragt sie bei Niedergelassenen, ob diese bereit sind, ihre Praxen als Impfpraxen zur Verfügung zu stellen.

Unterdessen hat die Bundesregierung eine Impfpflicht für bestimmte Gruppen, etwa Beschäftigte im Gesundheitswesen, abgelehnt. Das sei nicht vorgesehen, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen. Schuldig bleibt die Regierung eine Antwort auf die Frage, was mit nicht verimpften Impfdosen geschehen soll. Dazu gebe es bislang "keine Festlegungen".

Nach Ansicht von Birgitt Bender, gesundheitspolitischer Sprecherin der Grünen, "drückt sich die Bundesregierung um eine Einschätzung des Interesses an der Impfung". Das sei "unverständlich", da die Länder zusätzliche Impfdosen bestellt hätten.

Die Gesundheitsminister der führenden Industrienationen (G7-Länder) haben sich am Freitag zusammen mit Mexiko bei einer Tagung in Brüssel auf ein gemeinsames Vorgehen bei der Bekämpfung der Schweinegrippe verständigt. Hauptziel sei es, die Ausbreitung der Infektionen zu begrenzen. In einer gemeinsam mit EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou unterzeichneten Erklärung verpflichteten sich die Minister, sich gegenseitig über Impfstrategien sowie über die Ergebnisse klinischer Studien zu informieren. Auch bei der Überwachung der eingesetzten Impfstoffe will man eng zusammenarbeiten.

Neu im Web: Informationen für Patienten und Praxisteams

Die Umfrage der "Ärzte Zeitung" zur Schweinegrippe hat gezeigt, dass der Informationsbedarf bei Ärzten und Patienten hoch ist. Ab heute stehen Ärzten vier Infoblätter für Patienten und Praxisteams im Internet zur Verfügung. Kostenloser Download der Informationsblätter unter: www.aerztezeitung.de/ extras/patienteninfo

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