Behandlungsplan

Ärzte und ältere Patienten oft uneins

ROSTOCK (ras). Ältere Patienten haben häufig ganz andere Gesundheitsprioritäten als die sie behandelnden Hausärzte. Selbst im Arzt-Patienten-Gespräch können diese nur bedingt ausgeräumt werden.

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Dies ist das Ergebnis einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover, die Dr. Ulrike Junius-Walker beim DEGAM-Kongress in Rostock vorgestellt hat. In die Erhebung waren 174 Patienten über 70 Jahre, sowie 21 Hausärzte einbezogen.

Von den im Schnitt elf Gesundheitsproblemen pro Patient konnten im Mittel nur zwei als "gemeinsame Priorität" festgelegt werden. Noch die größte Überweinstimmung zwischen Patient und Hausarzt bestand bei den Themen "funktionelle Probleme" und "fehlende Impfungen".

Grundsätzlich war es für die Patienten am wichtigsten, dass ihre alltagsrelevanten funktionellen Störungen behoben und soziale Probleme gelöst werden.

Die Hausärzte fanden es hingegen wichtiger, im Gespräch mit den Patienten Medikation und Impfungen anzusprechen und auf eine Veränderung der Verhaltensweisen zu drängen.

Nur jedem fünften Arzt und Patienten gelang es aber, den jeweils anderen im Gespräch von seinen Prioritäten zu überzeugen und den Behandlungsplan dementsprechend anzupassen. Forscherin Junius-Walker warb für weitere Forschung auf diesem Feld.

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