Baden-Württemberg

Ärzte zieht es immer öfter in die Anstellung

In Baden-Württemberg steigt die Zahl der ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten.

Veröffentlicht:

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Datawrapper Um mit Inhalten aus Datawrapper zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte aus Sozialen Netzwerken und von anderen Anbietern angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Weitere Information dazu finden Sie hier.

STUTTGART. Die Schere zwischen Haus- und Fachärzten geht in Baden-Württemberg auseinander: Zwischen 2007 und 2014 ist die Zahl der Hausärzte im Südwesten um 0,9 Prozent gesunken auf 7106. Die der Fachärzte stieg im gleichen Zeitraum um 18 Prozent auf 12.589.

Auf die KV Baden-Württemberg bezogen stieg die Zahl der ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten seit 2007 auf zuletzt 19.695, ein Plus von 10,4 Prozent. Das geht aus dem neuen KV-Versorgungsbericht hervor.

Tatsächlich sind die Disparitäten in der Entwicklung, wenn man nicht nur Köpfe zählt, zwischen Haus- und Fachärzten noch gravierender. Denn die Zahl der zugelassenen Hausärzte sank in diesem Zeitraum um 7,9 Prozent.

Die der angestellten Hausärzte schoss in den sieben Jahren um 408 Prozent auf 755 in die Höhe. Bei den angestellten Fachärzten fiel die Steigerung mit 447 Prozent auf zuletzt 1774 sogar noch stärker auf.

Allerdings ist unter den Fachärzten auch die Zahl der zugelassenen Mediziner gewachsen, und zwar um 3,7 Prozent auf 10.815.

Nur 41 Prozent der angestellten Ärzte arbeiten Vollzeit

Ein Blick auf die Arbeitszeiten der KV-weit insgesamt 2529 angestellten Ärzte zeigt, dass das Volumen der Arbeitsstunden nicht mit dem der Kollegen in der Niederlassung verglichen werden kann. So arbeiten nur knapp 41 Prozent der angestellten Ärzte Vollzeit.

 Knapp zehn Prozent haben eine 75-Prozent-Stelle inne, rund ein Drittel arbeitet halbtags. Weitere knapp 18 Prozent der angestellten Ärzte arbeiten sogar in Teilzeit mit nur 25 Prozent.

Deutlich unterscheidet sich die Altersstruktur der Hausärzte von der ihrer fachärztlichen Kollegen.Unter den Hausärzten sind 34 Prozent älter als 60 Jahre, nur 337 der 7106 Kollegen sind jünger als 40 Jahre (4,8 Prozent).

Krankenkassen haben für 70.178 Millionen Behandlungsfälle (die Versorgung eines Patienten durch den Arzt in einem Quartal) insgesamt 4,111 Milliarden Euro gezahlt.

Davon entfielen 2,45 Millionen Behandlungsfälle auf den organisierten Notdienst. 3,5 Millionen Mal sind niedergelassene Ärzte im Jahr 2014 in Baden-Württemberg zu Hausbesuchen ausgerückt, 6863 Mal geschah dies nachts. (fst)

Mehr zum Thema

Auf Nachwuchssuche

Zu wenige Rheumatologen: Das sollte die Politik tun

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Thoraxchirurg Dr. Günther Matheis.

© Porträt: Engelmohr | Hirn: gran

„ÄrzteTag“-Podcast

„Dann geht die Freiberuflichkeit von uns Ärzten flöten!“

Klaus Holetschek: „Profit darf nie die treibende Kraft hinter gesundheitlichen Angeboten sein.“

© Frank Hoermann / SvenSimon / picture alliance (Archivbild)

Medizinische Versorgungszentren

Holetschek warnt vor Finanzinvestoren in der Gesundheitsversorgung