Berufspolitik

Ärztegenossenschaft erwartet Auftrieb für ihre Dienstleistungen

RENDSBURG (di). Die Ärztegenossenschaft Nord erwartet in diesem Jahr eine Belebung ihrer Geschäftsfelder Dienstleistungen und Abwicklung von Selektivverträgen.

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Das Vertragsmanagement war schon im vergangenen Jahr mit 371.000 Euro die wichtigste Säule der Einnahmen, die 2011 rund 1,2 Millionen Euro betrugen.

Geschäftsführer Thomas Rampoldt erwartet für das laufende Jahr Erlöse in mindestens gleicher Höhe sowie einen Überschuss von rund 13.500 Euro.

Für Optimismus sorgt in der Ärztegenossenschaft die langsam steigende Wahrnehmung ihrer Geschäftsfelder durch Hamburger Ärzte. Die vor zwölf Jahren in Schleswig-Holstein gegründete Organisation ist inzwischen mit der deutlich kleineren Schwester aus Hamburg verschmolzen.

Inzwischen gehören der Genossenschaft 2235 Mitglieder an - obwohl jedes Jahr rund 100 Austritte wegen Praxisaufgaben zu verzeichnen sind. Aufsichtsratschef Bernd Thomas hält die Mitgliederzahl für eine Erfolgsgeschichte.

Gedanken um den Nachwuchs

Seit Gründung ist die Zahl inklusive der Hamburger Ärzte um 35 Prozent gestiegen. "Ich kenne keine ärztliche Organisation, die das in den letzten Jahren erreicht hat", sagte Thomas auf der Generalversammlung der Genossen in Rendsburg.

Dennoch macht sich die Führungsspitze um Vorstandschef Dr. Klaus Bittmann Gedanken um den Nachwuchs. Zwar berichtete Bittmann von einem hohen ärztlichen Engagement in regionalen Arbeitsgruppen.

Aber Rampoldt gab zu bedenken: "Wir bekommen die jungen Ärzte zu spät angesprochen". Denn abgebende Ärzte, die in der Genossenschaft sind, werben nur selten unter ihren Nachfolgern für einen Eintritt in die Genossenschaft.

Die von den Genossen gegründete Generikavertriebsfirma Q-Pharm, deren Überschüsse eine wichtige Einnahmesäule der Organisation darstellen, hofft nach einem schwierigen Jahr 2011 auf eine Belebung.

Im laufenden Jahr sollen zwölf Neueinführungen in den Markt gebracht werden. Im vergangenen Jahr kamen 367.000 Euro an Genossenschaftseinnahmen aus der Q-Pharm.

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