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Mindestmengen

Ärztekammer: Lebertransplantationszentrum in Rostock ist gefährdet

Die geplante Mindestmengenregelung stellt Standorte in dünn besiedelten Flächenländern vor massive Probleme. Der Vorstand der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern macht auf die Folgen aufmerksam.

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Rostock. Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern warnt vor den Folgen der geplanten Mindestmengenregelungen für das Bundesland im Nordosten. Der Kammervorstand fordert deshalb, die Mindestmengenregelungen an regionale und ländertypische Gegebenheiten anzupassen und Ausnahmeregelungen zuzulassen.

Ohne solche Ausnahmen von bundesweiten Vorgaben sieht der Kammervorstand hochspezialisierte Fächer in Mecklenburg-Vorpommern als gefährdet an. Als Beispiel nennt die Kammer Lebertransplantationen. Das einzige Zentrum des Bundeslandes für solche Transplantationen befindet sich an der Universitätsmedizin Rostock. Das erreicht die angestrebte Mindestzahl jedoch genauso wenig wie das Klinikum Schwerin für Ösophagus-Eingriffe. In beiden Fällen müssten Patienten ohne diese Angebote weite Wege für die Eingriffe in Kauf nehmen.

Standort verliert an Bedeutung und Attraktivität

Die Kammer gibt aber auch zu bedenken, dass damit die Spezialisierung der Fachärzte in Mecklenburg-Vorpommern stark eingeschränkt wird. Ärztinnen und Ärzte könnten die entsprechenden Kompetenzen in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr erlernen und müssten das Bundesland wechseln. Folge: "Standorte in Mecklenburg-Vorpommern verlieren an nationaler und internationaler Bedeutung und an Attraktivität." (di)

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