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Politik für Behinderte

Aktionsplan für mehr Teilhabe im Gesundheitswesen

Der Zugang zum Gesundheitssystem ist für Menschen mit Behinderung nicht ohne Hürden. Nordrhein-Westfalen will jetzt gegensteuern und die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen.

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Handicap: In NRW sollen Barrieren im Gesundheitswesen abgeschafft werden.

Handicap: In NRW sollen Barrieren im Gesundheitswesen abgeschafft werden.

© Getty Images/iStockphoto

KÖLN (akr). Um die Interessen von Menschen mit Behinderungen stärker im Gesundheitswesen zu verankern, setzt die nordrhein-westfälische Landesregierung unter anderem auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Das Gesundheitsministerium wird eine Veranstaltung initiieren, bei der vorbildliche Beispiele aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden für die Integration von Menschen mit Handicap vorgestellt werden.

Das ist Teil des Aktionsplans "Eine Gesellschaft für alle - NRW inklusiv", mit dem die Landesregierung die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention umsetzt.

"Der Aktionsplan ist der sozialpolitische Schwerpunkt der Landesregierung in dieser Legislaturperiode", sagte Landessozialminister Guntram Schneider (SPD). In NRW leben 2,6 Millionen Menschen mit einer Behinderung, das sind 15 Prozent der Bevölkerung.

Mehr als 100 Maßnahmen

Der Aktionsplan führt mehr als 100 Maßnahmen auf, mit denen die Chancen dieser Bürger auf eine gleichberechtigte Teilnahme in allen Lebensbereichen verbessert werden sollen.

Dabei geht es schwerpunktmäßig um die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in die allgemeinen Schulen und den Arbeitsmarkt. Aber der Aktionsplan enthält auch viele Projekte und Initiativen im Bereich des Gesundheitswesens, der Pflege und weiteren Feldern.

Bei vielen Punkten ist bereits einiges in Bewegung geraten, etwa beim barrierefreien Zugang zu Arztpraxen, Kliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen. Hier hat es in der Vergangenheit bereits Initiativen gegeben, die fortgeführt werden.

Daneben enthält der Aktionsplan neue Projekte wie die Initiierung der grenzüberschreitenden "Best Practice"-Veranstaltung. Sie soll 2013 oder 2014 in Zusammenarbeit mit den existierenden grenzüberschreitenden Verbünden, den Euregios, sowie den zuständigen Ministerien in den Niederlanden und Belgien stattfinden.

Außerdem will das Gesundheitsministerium bis 2016 gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Heilberufskammern eine Zielvereinbarung entwickeln, damit die Belange von Menschen mit Handicap stärker in den Berufs-, Fort- und Weiterbildungsordnungen berücksichtigt werden.

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