Schleswig-Holstein

Anlaufpraxis der KV zieht in Notaufnahme

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HENSTEDT-ULZBURG. Der ärztliche Bereitschaftsdienst der KV Schleswig-Holstein und die Notaufnahme der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg arbeiten künftig enger zusammen.

Ziel ist eine bessere Steuerung der Patientenströme. "Patienten müssen dort versorgt werden, wo es nach Erkrankungsschwere und Behandlungsdringlichkeit angemessen ist", sagte der KV-Notdienstbeauftragte im Bezirk Henstedt-Ulzburg, Dr. Oliver Geier.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Anlaufpraxis der KV in die Notaufnahme der Klinik umgezogen. Dort gibt es künftig einen gemeinsamen Empfangstresen für die Patienten.

Am Empfang wird künftig entschieden, ob ein Patient von einem Arzt des Bereitschaftsdienstes oder – bei stationärem Versorgungsbedarf – von einem Klinikarzt in der Notaufnahme behandelt wird. Geier erwartet, dass damit die Kooperation zwischen den Sektoren verbessert und die zur Verfügung stehenden Ressourcen besser genutzt werden.

Die Beteiligten vor Ort sehen darin aber nur einen ersten Schritt. Sönke Bax, ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme in Henstedt-Ulzburg, hält eine Infrastruktur für erforderlich, die einen Austausch der Daten aller Versorgungspartner inklusive der Rettungsleitstellen ermöglicht.

Auch die KVSH hält das sogenannte "Ein-Tresen-Modell", das mittlerweile an sechs Standorten in Schleswig-Holstein mit den Krankenhäusern umgesetzt wird, nicht für eine optimale flächendeckende Lösung.

Wie berichtet setzt sie zusammen mit dem Gesundheitsministerium und der Krankenhausgesellschaft auf Portalpraxen an besonders frequentierten Klinikstandorten.

Diese Portalpraxen sollen nach Vorstellungen der Partner auch tagsüber als erste Anlaufstelle für die Patienten dienen. Patienten, die sich dort vorstellen, könnten dann je nach Krankheitsbild an das Krankenhaus, an den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder an einen Haus- oder Facharzt in der Umgebung verwiesen werden. (di)

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