Aphasiker rügen Sparkurs bei der Logopädie

WÜRZBURG (ras). Der Bundesverband für die Rehabilitation der Aphasiker hat bei einer Tagung in Würzburg den Krankenkassen vorgeworfen, bei der Finanzierung von Therapien "knausrig" zu sein.

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Dies gelte vor allem für Patienten, die nach Schlaganfällen oder Hirntumoren oft jahrelange Hilfe von Ärzten und Stimmtherapeuten benötigen. Diese Kritik an Kassen erhob der Verbandsvorsitzende Heinz Terstegen vor über 600 Ärzten, Therapeuten, Angehörigen und Betroffenen bei der Fachtagung in Würzburg. Die Zahl der Betroffenen wird bundesweit auf 200 000 geschätzt, darunter etwa 3 000 Kinder.

Vor allem die Bezahlung von mehr Langzeitbehandlungen sei nötig, forderte Terstegen. Auch acht Jahre nach der Erkrankung zeigten sich noch Fortschritte, wenn Patienten logopädisch behandelt würden. Nur in seltenen Fällen wird jedoch eine so lange Behandlung bewilligt.

Der Bundesverband für Logopädie moniert zudem, dass zwischen Klinikaufenthalt nach dem Schlaganfall und der ersten logopädischen Therapie durchschnittlich 40 Tage vergehen. Wertvolle Zeit für den neuerlichen Spracherwerb gehe so verloren.

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