„Erhebliche zusätzliche Ausgaben“

BARMER-Verwaltungsrat fürchtet Kostenschub durch Klinikreform

Gelder aus dem Gesundheitsfonds für die Modernisierung der Klinikstrukturen? Geht gar nicht, findet der Verwaltungsrat der BARMER. Die Politik habe sich bei der Klinikreform wieder auf deren „Ursprungsgedanken“ zu besinnen.

Veröffentlicht:

Berlin/Kassel. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bläst weiter Gegenwind für sein geplantes Krankenhausreformgesetz ins Gesicht. Patientinnen und Patienten drohten Verlierer der Reform zu werden, warnte der Verwaltungsrat der Krankenkasse BARMER anlässlich seiner Sitzung am Mittwoch in Kassel.

„Mit dem aktuellen Gesetzentwurf zeichnet sich vor allem eins ab, nämlich erhebliche zusätzliche Ausgaben für die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung“, sagte Verwaltungsratsvorsitzende Sylvi Krisch. Ob die Qualität der stationären Versorgung besser werde, sei indes mehr als fragwürdig

Krisch: „Zweckentfremdung von Beitragsgeldern“

Vor allem die angedachten Regelungen zum Transformationsfonds würden die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler in den nächsten zehn Jahren mit bis zu 25 Milliarden Euro belasten, so Krisch. Diese „Zweckentfremdung von Beitragsgeldern“ lehne man ab.

Geplant ist, das Geld für den Klinikumbau bundesseitig aus dem Gesundheitsfonds der Kassen zu ziehen. Hinzu kommen sollen weitere 25 Milliarden Euro durch die Länder.

Krisch rief Bund und Länder dazu auf, sich auf den „Ursprungsgedanken der Krankenhausreform“ zu fokussieren: „eine echte Verbesserung der Versorgungsqualität“. Dafür brauche es eine verbindliche Spezialisierung und Zentralisierung der Krankenhausstrukturen. (hom)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Berufspolitik

Abirateron-Regress: Urologen in Nordrhein berichten von bis zu 40.000 Euro

* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Influenza-Saison 2026/27

Bestellung von Grippe-Impfstoffen: jetzt!

Lesetipps
Tablette, auf der GLP-1 steht

© THIBNH / Generated with AI / Stock.adobe.com

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?

Ein Stempel mit der Aufschrift "Regress"

© Gina Sanders / stock.adobe.com |

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen