BÄK-Präsident hätte gegen die PID gestimmt

BERLIN (eb). Bundesärztekammer-Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery bezieht klare Stellung zur Bundestagsentscheidung zur Präimplantationsdiagnostik (PID): Im Interview mit der Wochenzeitung "Das Parlament" sagte er, er persönlich hätte ein PID-Verbot unterstützt.

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Denn in der PID sei immer auch ein Ansatz zur Selektion menschlichen Lebens angelegt. Gleichwohl erkenne er aber an, dass der Damm an anderer Stelle, etwa bei der Pränataldiagnostik bereits gebrochen sei.

Montgomery unterstrich noch einmal, dass sich die Ärzteschaft ihrer Verantwortung bei der PID bewusst sei. Dabei lehnt es der BÄK-Präsident ab, dass während der PID auch auf Erbanlagen für Krankheiten getestet wird, die in der Regel erst nach dem 30. Lebensjahr auftreten.

Als Beispiel nennt er die Chorea Huntington. Montgomery: "Da wird es wirklich gefährlich, auch weil wir nicht wissen, welche Therapien wir in 30, 40 Jahren haben."

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