Direkt zum Inhaltsbereich

BBSR-Analyse

Bis zum nächsten Hausarzt sind es in Deutschland im Schnitt 945 Meter

Die Entfernung bis zur nächsten Hausarztpraxis oder zur Apotheke ist ein wichtiger Faktor in der Diskussion über gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland. Fachleute des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung haben nachgemessen.

Veröffentlicht:
Menschen in einer Fußgängerzone.

Für drei von vier Bundesbürgern ist die nächste Hausarztpraxis fußläufig erreichbar, berichtet das BBSR.

© CreativeStudio / stock.adobe.com / generated AI

Bonn. Die durchschnittliche Entfernung zum nächsten Hausarzt beträgt für die Einwohner in Deutschland rund 945 Meter. Das hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in einer Datenanalyse ermittelt.

Die Behörde hat die Erreichbarkeit von Versorgungsinfrastrukturen wie Supermärkten, Hausarztpraxen, Apotheken, Grundschulen und Haltestellen des öffentlichen Verkehrs untersucht. Dies sei ein zentraler Aspekt der Daseinsvorsorge und wichtig in der Diskussion um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland.

Hausarztpraxis ist für drei von vier Bundesbürgern zu Fuß erreichbar

Für 76 Prozent der Einwohner liegt der nächstgelegene Hausarzt demnach maximal einen Kilometer entfernt (siehe nachfolgende Tabelle). Freilich variiert die Entfernung stark mit dem Typ des Wohnorts: In Großstädten befindet sich der Allgemeinarzt oft nahezu um die Ecke – hier liegt die durchschnittliche Entfernung bei unter 500 Metern. Je kleiner die Gemeinden, desto größer wird die Entfernung.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Datawrapper Um mit Inhalten aus Datawrapper zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte aus Sozialen Netzwerken und von anderen Anbietern angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Apotheke durchschnittlich 1,3 Kilometer entfernt

Zudem nimmt auch der Unterschied zwischen West- und Ostdeutschland immer mehr zu: In den alten Ländern sind es in kleinen Landgemeinden rund zwei Kilometer bis zur Praxis, in Ostdeutschland beträgt die Entfernung etwa 2,7 Kilometer. Die Behörde hat für ihre Untersuchung die geografischen Daten von 55.307 Hausärztinnen und Hausärzten ausgewertet.

Ähnlich sieht die räumliche Verteilung im Fall von Apotheken aus. Bundesweit beläuft sich die durchschnittliche Distanz für die Einwohner auf 1,3 Kilometer. Für zwei Drittel der Einwohner in Deutschland beträgt die Entfernung sogar nur maximal 1.000 Meter.

In Landgemeinden im Westen liegt die Apotheke rund drei Kilometer entfernt, im Osten sind es etwa. 4,1 Kilometer. In die Berechnungen sind die Standorte von 17.777 Apotheken eingegangen. (fst)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Potenzielle Über- und Untertherapie

Medikation des Typ-2-Diabetes wird im Alter zu selten angepasst

Internationales Leitlinienupdate 2026

Neue Therapieoptionen bei chronischer spontaner Urtikaria

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo Beyond Imaging

© Beyond

Beyond Imaging

KI-gestützte Prostata- und Kopf-MRT

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Diagnostic Results

© Diagnostic Results

Bioeksen

Molekulare PCR-Diagnostik am PoC

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Dr.rer.nat. Britta Bruns 19.02.202521:41 Uhr

In wieweit wurde berücksichtigt, ob der fußläufig erreichbare Hausarzt/die Hausärztin mich als Patientin aufnehmen könnte bzw. wollte?!? Ich sehe hierzu keinen Hinweis. Meine Erfahrung sind komplett überfüllte Praxen mit Annahmestopp - auch im weiteren Umfeld. Ich habe schon seit vielen Jahren keine adäquate hausärztliche Begleitung mehr und bin auf die Kulanz von Praxen am Ort angewiesen, wenn ein dringender Fall eintritt. Diese meine persönliche Erfahrung deckt sich mit denen vieler Anderer in der Umgebung.

Sonderberichte zum Thema
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Mikrobiomforschung

Atemwegs-Dysbiose befeuert Lungenerkrankungen

Weniger Spätkomplikationen

Frühe HbA1c-Kontrolle zahlt sich aus

Lesetipps