Sachsen

Bereitschaftsdienst-Reform geht in Verlängerung

Die KV nennt die Corona-Pandemie als Grund dafür, dass sich die Eröffnung neuer Bereitschaftsdienstpraxen verzögert. Einen neuen Termin für den Endausbau gibt es bisher nicht.

Von Sven Eichstädt Veröffentlicht: 31.03.2020, 11:41 Uhr

Dresden. Die KV Sachsen hat angekündigt, dass die Umsetzung der Bereitschaftsdienstreform im Freistaat abermals länger dauern wird als geplant.

KV-Vorstandsvorsitzender Dr. Klaus Heckemann sagte, dass die Eröffnung neuer Bereitschaftsdienstpraxen an sächsischen Kliniken „unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung der Corona-Epidemie wahrscheinlich verzögert erfolgen“ müsse. Die im Herbst 2017 beschlossene Bereitschaftsdienstreform sollte ursprünglich Ende 2020 abgeschlossen sein.

Im Oktober hatte der Chef der Bereitschaftsdienstkommission, Peter Raue, geäußert, dass Ende März 2021 angestrebt werde. Welchen Zeitpunkt die KV Sachsen nun als möglichen Abschluss der Bereitschaftsdienstreform anvisiert, sagte Heckemann nicht.

Die Reform sieht vor, dass neben einem Fahrdienst für Hausbesuche Bereitschaftsdienstpraxen an Krankenhäusern eingerichtet werden. Im April sollen an Kliniken in Bautzen, Bischofswerda, Kamenz, Zittau und Chemnitz-Rabenstein neue Bereitschaftspraxen eröffnet werden. Damit liege die Zahl der Praxen nun bei 29. Die Praxis am Klinikum Chemnitz ziehe an einen neuen Standort an der Flemmingstraße um.

Die KV teilte mit, dass die Bereitschaftspraxen generell „keine Anlaufstellen zur ausschließlichen Ausstellung von Wiederholungsrezepten oder Folgebescheinigungen zur Arbeitsunfähigkeit“ seien. Patienten mit Verdacht auf COVID-19 sollten ebenfalls nicht in die Bereitschaftspraxen kommen. Ebenso keine Menschen, die sich testen lassen wollten, ob sie mit dem Virus infiziert sind.

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