Betriebsärzte sollen auf Kollegen in Kliniken achten

MAINZ (chb). Um die Ärzte an den Krankenhäusern vor beruflicher Überlastung zu schützen, fordert der Marburger Bund flächendeckend spezielle Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

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"Wir setzen uns dafür ein, dass in allen universitären und kommunalen Krankenhäusern Programme der betrieblichen Gesundheitsförderung entwickelt und angewendet werden, um dem Burnout entgegenzuwirken", forderte MB-Chef Rudolf Henke auf der Hauptversammlung des Landesverbandes NRW/Rheinland-Pfalz.

Viele Klinikärzte würden unter den in Zeiten des Ärztemangels immer häufiger zu leistenden Überstunden, Nacht- und Wochenenddiensten leiden, sagte Henke. Diese Arbeitsbedingungen förderten die Gefahr eines Burnouts.

Dem betriebsärztlichen Dienst komme hier eine zentrale Rolle zu, die aber oft unterschätzt werde. Nach Angaben des MB sind zur Zeit an den 500 nordrhein-westfälischen Kliniken 1500 Arztstellen nicht besetzt.

Erst nach Abschluss der Tariverhandlungen gemeinsame Aktion

Der zweite Vorsitzende des Landesverbandes NRW/Rheinland-Pfalz, Professor Ingo Flenker, machte deutlich, dass sich die Klinikärzte nur dann gemeinsam mit Klinikträgern und der Deutschen Krankenhausgesellschaft für eine Korrektur der Krankenhausfinanzierung einsetzen werden, wenn diese dazu beitragen würden, bei den laufenden Tarifverhandlungen einen schnellen Kompromiss zu finden.

"Wir werden uns erst nach Abschluss der Tarifverhandlungen an gemeinsamen Aktionen zur Korrektur der Krankenhausfinanzierung beteiligen, da die Arbeitgeber erfahrungsgemäß sonst jedes Votum für Verbesserungen sonst gegen uns verwenden würden", kündigte Flenker an.

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