Berufspolitik

Betriebskassen in NRW bieten Hausarztvertrag an

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KÖLN (iss). Im Ringen um die Hausarztverträge sind die Hausarztverbände in Nordrhein-Westfalen einen wichtigen Schritt weiter. Sie haben mit dem Landesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) einen Vertrag ausgehandelt. "Damit können sich in Nordrhein-Westfalen bald 5,5 Millionen Versicherte in unsere Hausarztverträge einschreiben", sagt der Vorsitzende des nordrheinischen Landesverbands Dr. Dirk Mecking der "Ärzte Zeitung".

BKK-Versicherten steht der Vertrag ab 1. Juli offen, Hausärzte können ab 1. Juni den Beitritt erklären. "Die Vergütung entspricht in fast allen Positionen dem Vertrag mit der Techniker Krankenkasse", sagt Mecking. Die kontaktabhängige Pauschale beträgt im BKK-Vertrag allerdings 42,50 Euro statt 45 Euro, dafür liegt die Chroniker-Pauschale bei 32,50 Euro statt bei 30 Euro. Letztere kann nach der neuen Vereinbarung auch bei Rheumatikern und Patienten mit Hüft- und Kniegelenksarthrose in Anschlag gebracht werden. "Es ist ein Vorteil unseres Vertragssystems, das wir die Verträge an die Klientel der jeweiligen Krankenkassen anpassen können", sagt der Duisburger Hausarzt.

Er begrüßte, dass es für Nordrhein und Westfalen-Lippe einen einheitlichen Vertrag gibt. Damit entfällt der Fremdarztausgleich zwischen den beiden Landesteilen.

Der BKK-Landesverband hatte für den Vertragsabschluss das Mandat von 85 Betriebskrankenkassen. "Den anderen unterbreiten wir jetzt dasselbe Angebot", kündigt Mecking an.

Unterdessen gestalten sich die Schiedsverhandlungen zwischen dem Hausärzteverband und den anderen Kassen weiter schleppend. Schiedsmann Gerald Weiss hat den beiden Seiten jetzt weitere Arbeitsaufträge erteilt. Ein Schiedsspruch ist nicht vor Mitte Juni zu erwarten.

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